Konkrete Unterstützung bei sprachlichen und kulturbedingten Verständigungsproblemen

Die interkulturellen Vermittlerinnen konnten sich über ihre Zertifikate freuen. Foto: vn

Die interkulturellen Vermittlerinnen konnten sich über ihre Zertifikate freuen.
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Auch für Ausbilderin Ernestine Schneider (rechts) gab es einen Blumenstrauß. Foto: vn

Auch für Ausbilderin Ernestine Schneider (rechts) gab es einen Blumenstrauß.
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Viernheim (nk) – Der Verein „Lernmobil“ führte im Jahr 2016 bereits zum fünften Mal in Folge im Auftrag der Stadt Viernheim und dem Sozialministerium des Landes Hessen eine einjährige „Qualifizierungsmaßnahme zum/zur Interkulturellen Vermittler/in“ durch. Ziel ist es, Personen auszubilden, die Menschen mit Migrationshintergrund z. B. bei Behördengängen, in schulischen Fragen oder bei sprachlichen oder kulturbedingten Verständigungsproblemen unterstützen.

Am Dienstag, 28. März 2017 fand die Zertifikatsübergabe – für die erfolgreiche Teilnahme an der Qualifizierungsmaßnahme – durch Bürgermeister Matthias Baaß, 1. Stadtrat Jens Bolze zusammen mit Dr. Brigitta Eckert, Larysa Kay-Kulakowski und Gonca Karagöz vom Verein „Lernmobil“ im Beisein des Magistrats der Stadt Viernheim statt.

Acht interkulturelle Vermittlerinnen konnten ihre Zertifikate und eine Rose entgegennehmen. Swetlana Bykova-Schwandt (Russland – Russisch), Sanaá Elfadel (Jordanien – Arabisch, Englisch), Beatá Gergely (Ungarn – Ungarisch), Antoaneta Peeva (Bulgarien – Bulgarisch, Russisch, Englisch), Joanna Przybyska (Polen – Polnisch), Kinga Smolinska (Polen – Polnisch), Valeria Weigner (Ungarn –Ungarisch, Serbisch, Kroatisch, Bosnisch) und Constanze Willmes (Deutschland –Italienisch, Englisch, Französisch) haben die Qualifizierungsmaßnahme erfolgreich beendet.

Interkulturelle Vermittler/innen

Das Projekt fand seinen Ursprung im Sozialen Netzwerk der Stadt Viernheim, wo der Bedarf nach Menschen eruiert wurde, die in interkulturellen Problemsituationen vermitteln können. Aus diesem benannten Bedarf heraus ist die Qualifizierungsmaßnahme entstanden und von 2009 bis 2010 erstmals durchgeführt worden.

Der Einsatz von interkulturellen Vermittlerinnen – inzwischen sind 27 Vermittlerinnen in den einzelnen Anlaufstellen Rathaus, Jobcenter, Baugenossenschaft, Schulen, „Familie und Soziales“ tätig – hat sich inzwischen nicht nur in Viernheim etabliert. So erfährt das Projekt „PfiVV“ auch in den Städten Bensheim und Lampertheim eine Nachahmung, wo diese Qualifizierungsmaßnahme ebenfalls durchgeführt und Vermittler/innen in öffentlichen Einrichtungen eingesetzt werden. Eine kontinuierliche Evaluation führt darüber hinaus zu einer dauerhaften Weiterentwicklung und lokalen Verortung.