Rund um den Waginger See können kleine und große Abenteurer eintauchen in die Stille und die Geheimnisse der Natur. Foto: djd/Tourist-Information Waginger See/R. Scheuerecker

Rund um den Waginger See können kleine und große Abenteurer eintauchen in die Stille und die Geheimnisse der Natur.
Foto: djd/Tourist-Information Waginger See/R. Scheuerecker

(djd). Je ursprünglicher Wiesen, Wälder, Seen und Berge sind, desto mehr haben sie Erholungssuchenden, Bewegungshungrigen und Wissbegierigen zu bieten. Jeden Tag ein kleines Abenteuer – mit diesem Versprechen lockt etwa die Region rund um den Waginger See in den oberbayerischen Rupertiwinkel. In der staatlich anerkannten Ökomodellregion werden Werte wie Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit groß geschrieben. Im Mai, wenn die Natur aufblüht und es vorkommen kann, dass bereits die ersten Wagemutigen ins türkisgrüne Wasser springen, beginnt im östlichen Chiemgau die Saison für kleine und große Entdecker.

Spannend: Kinder können die Netze einholen

Waginger und Tachinger See, die über eine zusammenhängende Uferlänge von rund 30 Kilometern verfügen, sind jedoch nicht nur ein Paradies für Wassersportler, sondern auch die Heimat von Hecht, Renke und Zander. „Das nährstoffreiche Wasser sorgt dafür, dass unsere Fische recht groß werden“, erzählt Sepp Kraller. Wer mit dem Vorsitzenden der örtlichen Fischereigenossenschaft auf den See fährt, um vom Boot aus die Netze einzuholen, kann sich selbst davon überzeugen. Die Stille auf der spiegelglatten Wasseroberfläche und das Panorama der von der Morgensonne angeleuchteten Gipfel der Chiemgauer und Berchtesgadener Alpen entschädigen fürs frühe Aufstehen. „Gerade für Kinder ist das Einholen der Netze ein unvergessliches Erlebnis“, weiß der Fischer zu berichten. Unter www.waginger-see.de gibt es ergänzende Informationen zu diesem und zu weiteren kleinen Abenteuern.

Zeitreisen zu Kelten und Rittern

Die Wanderung zur sogenannten Biberschwell ist gleichzeitig auch eine Zeitreise. Sie beginnt bei der Wallfahrtskirche Maria Burg bei Tengling und führt durch mystisch anmutende Wälder zu einem keltischen Quellheiligtum. Das reine Wasser kann man mit der Hand aus der Quelle schöpfen und bedenkenlos trinken. Unternimmt man diese Wanderung mit der Biologin Dr. Ute Künkele, erfährt man viel Wissenswertes – unter anderem, dass der Name des Kultortes nichts mit dem Nagetier zu tun hat. Das Mittelalter wird dagegen auf Burg Tittmoning lebendig. Innerhalb der alten Mauern liegt auch das volkskundliche Museum Rupertiwinkel und das Gerbereimuseum, geöffnet ist es vom 1. Mai bis zum 3. Oktober. Die jährlich stattfindenden historischen Burgtage bieten eine gute Gelegenheit, Gauklern, Rittern und wilden Gesellen einmal „live“ zu begegnen. In diesem Jahr finden sie am 16. und 17. September statt.

Genussregion Waginger See

(djd). Die Region Waginger See – Rupertiwinkel ist seit Frühjahr 2014 staatlich anerkannte Ökomodellregion, die sich der Förderung des Ökolandbaus und somit der Erzeugung von heimischen Bioprodukten verschrieben hat. Nach aktiven Entdeckungstouren in der Natur kann man sich in den zahlreichen Gasthäusern, Biergärten und Cafés stärken und erhält die heimischen Erzeugnisse direkt auf Bauernmärkten beziehungsweise in Bio- oder Hofläden. Diese sind wie der kulinarische Kalender, der einen Überblick zu sämtlichen Genuss versprechenden Veranstaltungen verschafft, unter www.waginger-see.de/genuss aufgelistet.