Vortrag der Buchautorin Annette Rexrodt von Fircks in der GRN-Klinik Weinheim am 13. September 2017

Weinheim (GRN-Klinik Weinheim) – Rund 75.000 Frauen in Deutschland sind jährlich mit der niederschmetternden Diagnose „Brustkrebs“ konfrontiert. Nach dem ersten Schock folgen nicht selten Ohnmachtsgefühle und Ängste. „Es ist wichtig, gerade in solch einer Krise die Zügel des Lebens wieder selbst in die Hand zu nehmen und zu spüren, dass man Einfluss nehmen kann, das Leben gestalten kann“, betont die Buchautorin Annette Rexrodt von Fircks, die im Alter von 36 Jahren als Mutter von drei kleinen Kindern selbst an Brustkrebs erkrankte. Wie man dazu Kraftquellen mobilisieren, heilsame Strategien entwickeln und den Weg zurück in ein selbstbestimmtes, glückliches Leben finden kann, beschreibt sie in einem Vortrag in der GRN-Klinik Weinheim am Mittwoch, 13. September 2017.

Dabei spricht sie sowohl über ihre Krankheitsgeschichte mit denkbar schlechter Prognose als auch ihre kleinen Überlebensgeheimnisse. „Die Erfahrungen von Frau Rexrodt von Fircks verdeutlichen eindrücklich, dass Heilung ein vielschichtiges Geschehen ist. Es gibt kein Patentrezept“, sagt Dr. med. Lelia Bauer, Leiterin des Brustzentrums an der GRN-Klinik Weinheim. „Ich hoffe aber, dass dieser lebensbejahende Vortrag allen Patientinnen ein paar Anregungen mit auf den Weg geben kann.“ Der Vortrag, eine Sonder-Veranstaltung in der Reihe „Was Frauen bewegt“, beginnt um 18 Uhr in der Cafeteria der Klinik, Röntgenstraße 1. Der Eintritt ist frei.

Annette Rexrodt von Fircks, geboren 1961 in Essen, ist diplomierte Übersetzerin und Dolmetscherin für Englisch, Französisch und Spanisch. Als bei ihr – mitten im Leben – Brustkrebs im fortgeschrittenen Stadium festgestellt wurde, gaben ihr die Ärzte wenig Grund zu hoffen: Ihr Überlebenschance betrug, statistisch gesehen, gerade einmal fünfzehn Prozent. Sie ließ sich nicht entmutigen. Inzwischen sind neunzehn Jahre vergangen, und es geht ihr gut. In ihren früheren Beruf ist Annette Rexrodt von Fircks nach ihrer Erkrankung nicht zurückgekehrt, sie verfasst Bücher und Ratgeber-Broschüren und referiert im In- und Ausland, um andere Betroffene zu motivieren, sich für das Leben zu stärken und es mit dem Krebs aufzunehmen. Vor allem will sie ihnen Mut und Hoffnung machen. 2005 gründete sie die „Rexrodt von Fircks Stiftung für krebskranke Mütter und ihre Kinder“. 2006 wurde sie von Bild der Frau für ihr Engagement zur „Frau des Jahres“ gewählt. Für ihr Stiftungsprojekt „gemeinsam gesund werden“ erhielt sie bereits mehrere Auszeichnungen.