Vortrag aus der Reihe „Was Frauen bewegt“ im Ärztehaus II an der GRN-Klinik Weinheim am 22. März 2017

Weinheim (GRN) – Ein geschwächter Beckenboden verursacht mit der Zeit bei vielen Frauen Probleme: Unwillkürlicher Harnverlust (Inkontinenz), Probleme mit dem Stuhlgang und eine im weiteren Verlauf mögliche Absenkung des gesamten Beckenbodens und der Gebärmutter beeinträchtigen die Lebensqualität stark. Betroffene Frauen, darunter auch viele jüngere, sollten sich daher möglichst bei den ersten Beschwerden an ihren Frauenarzt wenden – eine Operation lässt sich dann häufig noch vermeiden. Welche verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten in Frage kommen, stellen Chefärztin Dr. med. Lelia Bauer und Dr. med. Stefanie Weiner von der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe der GRN-Klinik Weinheim in einem Vortrag am Mittwoch, 22. März 2017, um 18.30 Uhr im Ärztehaus II, Röntgenstraße 3, Raum Florenz, vor. Sie werden dabei auf vorbeugende Maßnahmen ebenso wie auf moderne Operationsverfahren mittels Schlüsselloch-Chirurgie eingehen. Die Veranstaltung ist Teil der Vortragsreihe „Was Frauen bewegt“ zu verschiedenen gynäkologischen Themen.

„Mit einer qualifizierten Abklärung der Beschwerden und der passenden Therapie kann heute den meisten Betroffenen geholfen werden“, betonen die beiden Ärztinnen. „Leider vergehen im Durchschnitt sechs bis sieben Jahre, bis sich die Frauen einem Arzt anvertrauen. Dieser unnötigen Scham möchten wir entgegenwirken.“ Denn zu langes Abwarten kann die Situation verschlimmern. In späteren Stadien können deutliche, nicht mehr nur spürbare sondern auch sichtbare anatomische Veränderungen auftreten. „Solche Absenkungen sollten, wenn sie Beschwerden verursachen und belastend sind, operativ behandelt werden“, sagt Dr. Weiner. Mittlerweile gibt es viele operative Behandlungsmöglichkeiten der Inkontinenz und Beckenbodensenkung. Im Vortrag gehen die Ärztinnen vor allem auf minimalinvasive und daher schonende Operationsmethoden, wie die sogenannte Kolpo- oder Zervikopexie, genauer ein. Mit Hilfe kleiner Nähte und der Einlage eines weichen Kunststoffnetzes wird dabei die Gebärmutter stabilisiert.

Das Beckenbodenzentrum der gynäkologischen Abteilung der GRN-Klinik Weinheim ist eine zentrale Anlaufstelle für Patientinnen mit Inkontinenz- und Senkungsproblemen in der Region Rhein-Neckar, Bergstraße und Odenwald. Die Abteilung unter der Leitung von Chefärztin Dr. med. Lelia Bauer ist durch die Deutsche Kontinenzgesellschaft e.V. als zertifizierte Beratungsstelle anerkannt. Ein auf die Beckenboden-Problematik spezialisiertes Team berät und arbeitet einen individuellen Behandlungsvorschlag aus. Patientinnen der GRN-Klinik können sicher sein, dass die Weinheimer Expertinnen und Experten erst zur Operation raten, wenn zuvor alle medikamentösen und unterstützenden Methoden – wie beispielsweise Beckenbodengymnastik – ausgeschöpft sind.

Weitere Termine der Vortragsreihe „Was Frauen bewegt“ im Überblick:

  • 17. Mai 2017: Antihormonelle Therapie nach Brustkrebs: Nutzen und Nebenwirkungen
  • 12. Juli 2017: Moderne Diagnostik bei Brusterkrankungen
  • 18. Oktober 2017: Hormonersatztherapie: Wie gefährlich ist diese wirklich?
  • 29. November 2017: Therapiemöglichkeiten bei Blutungsstörungen in der Frauenheilkunde

Die Veranstaltungen finden jeweils mittwochs im Ärztehaus II, Röntgenstraße 3, Raum Florenz, statt und beginnen um 18.30 Uhr. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.