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Viernheim (rhg) – Mit auf eine Reise quer durch die Welt hatten am Samstag, 9. Januar 2016 die Starkenburg-Philharmoniker alle Besucher des Viernheimer Bürgerhauses eingeladen. Zugbegleiterin, Chefstewardess und Reiseleiterin war wie in den Jahren zuvor auch die charmante Moderatorin Dagmar Weber. In Abwandlung eines alten und bekannten Spruchs „Und wenn Du denkst, es geht nicht mehr,….“ – der musikalische Leiter und Dirigent der Starkenburg-Philharmoniker, Günther Stegmüller, findet in jedem Jahr immer noch eine Steigerung mehr, um sein Publikum bei alljährlichen Neujahrskonzertes zu überraschen und die Zuhörer zu begeistern.

Musik verbindet Menschen, Völker, Sprachen und Religionen, sie ist ein Garant für eine „Multi-Kulti-Menschheit“. Mit diesen Worten leitete die charmante und bekannte Moderatorin Dagmar Weber ins Programm ein, das diesmal unter dem Motto „Vom Orient zum Okzident“ (von Morgenland zum Abendland) stand. Mit der Multi-Kulti-Menschheit aber meinte die Moderatorin auch, dass dies selbst im Orchester vorherrscht, viele verschiedene Nationalitäten spielen hier unter der Führung eines Dirigentenstabes.

Morgenländliche Klänge, gespielt von einem großen Abendländlichen Orchester, so darf der erste Teil des diesjährigen Neujahrskonzertes bezeichnet werden. Ob ein Stück von Mozart („Tiger, wetze nur die Klauen“) aus „Zaide“, der 1. Satz aus „Scheherazade“, etwas aus „Der Kalif von Bagdad“, „Samson et Dalida“ oder die weltbekannte Melodie „Auf einem Persischen Markt“ von Ketelbey – überall waren nicht nur die orientalischen Klänge zu hören, es waren auch die Stimmen und Tänze zu sehen.

Mit der Mezzosopranistin Cornelia Lanz hatte der Dirigent wieder einmal ein glückliches Händchen gezeigt und eine Künstlerin engagiert, die selbst bei der Inszenierung von Mozarts Oper „Cosi fan tutte“ durch eigene Initiative Bürgerkriegsflüchtlinge aus Syrien und Afghanistan mitwirken ließ. Auch hier bewahrheitet sich erneut das Sprichwort, dass Musik Völker verbinden kann.

Unterstrichen wurden diese Musikbeiträge von der Tänzerin Semira Karg. Mit ihren grazilen Bewegungen und ihren Darbietungen fühlte sich das Publikum wirklich wie im Orient und kamen ins Grübeln, ob sie wirklich noch in Viernheim sind oder bereits im tiefen Orient.

Kein Neujahrskonzert ohne Zugaben

Nach der Pause sollte die Reise weitergehen, mittlerweile im Abendland angekommen. Kein Wechsel bei Begleitung und Orchester, dafür aber bei der Musik. Von James Bond über Operette und Musical reichte das Programm, auf das sich die Zuhörer freuen konnten.

Auch im zweiten Teil des Programmbrillierte die Künstler mit ihrem Gesang und der schauspielerischen Leistung. Tenor Ricardo Frenzel Baudisch, der zunächst Schauspiel studierte hatte, bevor er anschließend das Gesangsstudium begann, überzeugte genauso im Musical wie in den Duetten mit der Mezzosopranistin Cornelia Lanz.

Zugaben und Standing Ovation sind mittlerweile schon Gewohnheit und gehören genauso dazu wie das Orchester und die charmante Moderatorin Dagmar Weber.

Ein ausverkauftes Haus, eine einmalige Stimmung und das Gefühl von einem Miteinander ist wohl das Besondere an diesem Konzert, auf das sich das Publikum schon jetzt wieder freuen kann, wenn es im Januar nächsten Jahres wieder heißt „Prosit Neujahr und ein gesundes Neues Jahr wünschen die Starkenburg Philharmoniker“. Und man darf schon jetzt gespannt sein, was sich Günther Stegmüller und das Orchester dann wieder aussuchen wird.