Keine Toten seit Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit im Juli

Foto: vn

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Viernheim (ots/Polizeipräsidium Südhessen) – Nachdem seit Anfang Juli 2017 zwischen dem Viernheimer Autobahndreieck und der Anschlussstelle Mannheim-Sandhofen wegen der hohen Anzahl zum Teil schwerer Verkehrsunfälle mit Lastwagen am Stauende neue Geschwindigkeitsbeschränkungen angeordnet wurden, sind bislang auf der Strecke keine Toten mehr zu beklagen gewesen. Bei Unfällen wurden seitdem 2 Insassen schwerverletzt und 5 Personen zogen sich Blessuren leichterer Art zu.

Ausgelöst werden die zahlreichen Staus durch die Dauerbaustelle an der Anschlussstelle Mannheim-Sandhofen. Zusätzlich zur normalen Beschilderung wurden dort auch blinkende Stauwarnanlagen aufgestellt, die im Falle eines Staus die Verkehrsteilnehmer deutlich warnen. Um den positiven Trend fortzusetzen, wurden nun am Donnerstag (12.10.) zwischen 8.00 Uhr und 12.30 Uhr durch Beamte des Verkehrsdienstes des Polizeipräsidiums Südhessen erneut umfangreiche Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt.

In viereinhalb Stunden wurden über 4000 Fahrzeuge gemessen. 427 Wagenlenker überschritten die höchstzulässige Geschwindigkeit von 60 km/h für Fahrzeuge mit mehr als 7,5 Tonnen beziehungsweise 100 km/h für sonstige Fahrzeuge.

188 Pkw wurden mit bis zu 20 km/h gemessen. Die Fahrer erwartet nun ein Verwarnungsgeld bis maximal 30 Euro. Auf 100 Fahrzeugführer kommt eine Anzeige mit Punkten beim Kraftfahrbundesamt in Flensburg zu. 13 davon droht sogar ein Fahrverbot, weil sie mit mehr als 41 Stundenkilometern zu schnell unterwegs waren.

Unrühmlicher Spitzenreiter war ein Autofahrer mit 160 km/h. Ihm drohen nun ein Bußgeld in Höhe von 280 Euro, 2 Punkte in Flensburg sowie ein zweimonatiges Fahrverbot.

Bei den Fahrzeugen über 7,5 Tonnen wurden 52 Geschwindigkeitsüberschreitungen im Verwarnungsgeldbereich gemessen. 72 lagen im Anzeigenbereich, weil die Geschwindigkeitsüberschreitungen mehr als 16 km/h betrugen.

Zwei Busfahrer wurden dabei mit einer Geschwindigkeit von 98 km/h gemessen. Erlaubt sind lediglich 60 km/h. Den beiden Busfahrern droht ein einmonatiges Fahrverbot.

Neun Lkw und ein Busfahrer mit ausländischer Zulassung wurden wegen der Geschwindigkeitsüberschreitungen sofort angehalten. Ein weiterer Brummifahrer wurde wegen der nicht zulässigen Benutzung seines Mobiltelefons während der Fahrt von den Ordnungshütern gestoppt. Zur Sicherung der Ordnungswidrigkeitsverfahren wurden in diesen Fällen Sicherheitsleistungen in einer Höhe von insgesamt knapp 1700 Euro erhoben. Daneben wurden bei drei Lkw-Fahrern Verstöße gegen die Lenk-und Ruhezeiten festgestellt.

Die Geschwindigkeitsmessungen der Polizei auf der A6 werden, teils kombiniert mit Abstandsmessungen, fortgesetzt.