Ausweitung des Gesetzes unterstützt Alleinerziehende länger

Kreis Bergstraße (kb). – Die Erste Kreisbeigeordnete Diana Stolz und die Unterhaltsvorschussstelle des Jugendamtes des Kreises Bergstraße informieren darüber, dass das bestehende Unterhaltsvorschussgesetz zum 1. Juli 2017 ausgeweitet wurde. Dieses Gesetz betrifft Familien, in denen der unterhaltspflichtige Elternteil keinen Unterhalt zahlt.

Bisher zahlte der Staat Unterhaltsvorschuss für Kinder eines nicht zahlenden Elternteils bis zum zwölften Lebensjahr und höchstens sechs Jahre lang. Ab sofort können alleinerziehende Elternteile nun von der Geburt des Kindes an bis zu seiner Volljährigkeit den Unterhaltsvorschuss beantragen und beziehen. Eine Beschränkung auf eine gewisse Dauer oder eine Altersgruppe besteht nicht mehr.

Für Alleinerziehende, die Leistungen nach dem SGB II („Hartz-IV“) erhalten, gilt: Voraussetzung für den Bezug des Unterhaltsvorschusses zwischen dem 12. und 17. Lebensjahr ist, dass das Kind, für welches der Unterhaltsvorschuss beantragt wurde, selbst nicht im Bezug von Hartz IV Leistungen nach dem SGB II steht bzw. der alleinerziehende Elternteil – der im Hartz IV Bezug steht – selbst über ein monatliches Bruttoeinkommen von mindestens 600 Euro verfügt. Sind die Kinder  unter 12 Jahren alt, bleibt das Einkommen des alleinerziehenden Elternteils weiterhin irrelevant.

Für Kinder, die das 15. Lebensjahr vollendet haben und keine allgemeinbildende Schule mehr besuchen, vermindern deren Einkünfte und Vermögen in einem festgelegten Verhältnis die zu gewährende Unterhaltsvorschussleistung.

„Auch ältere Jugendliche sind auf Unterhalt durch ihre Eltern angewiesen. Wenn diese Zahlungen nicht geschehen, kommt es zu finanziellen Notlagen. Daher begrüße ich die Ausweitung des Unterhaltsvorschussgesetzes, das Alleinerziehende und ihre Kinder entlastet“, äußert sich die Erste Kreisbeigeordnete und zuständige Dezernentin Diana Stolz dazu.

Den aktuellen Antrag sowie Anlagen finden Sie auf der Homepage des Jugendamtes sowie in den Bürgerbüros bei allen Städten und Gemeinden im Kreis Bergstraße. Sollten Sie beabsichtigen, einen Antrag zu stellen, bittet das Jugendamt, von telefonischen Rückfragen abzusehen, da mit einer längeren Bearbeitungszeit aufgrund der Vielzahl der Neuanträge zu rechnen ist.

Wenn Sie Fragen per E-Mail an das Jugendamt stellen wollen, nutzen Sie bitte die E-Mail Jugendhilfe-unterhaltsvorschuss@kreis-bergstrasse.de und geben im Betreff den Kindernamen und den Wohnort an.