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Viernheim (rhg) – Mit einem fast nicht mehr zu überbietendem und glanzvollem Konzert im großen Saal des Viernheimer Bürgerhauses starteten die Starkenburg Philharmoniker am 5. November 2016 eine neue Konzertreihe, die unter dem Motto „Die Starkenburg  Philharmoniker spielen symphonische Weisen“ steht. Mit einem nicht enden wollenden Beifall und Standing Ovation spielte zum Auftakt als Solistin die in den USA geborene und vielfach ausgezeichnete Geigerin Linda Wang.

Wenn Günther Stegmüller uns seine Starkenburg Philharmoniker zu einem Konzert einladen, dann dürfen sich die Zuhörer auf ein grandioses Konzert freuen. Nicht nur beim Neujahrskonzert, auch unter dem Jahr präsentieren die Musiker nur das Feinste vom Feinen. Und immer wieder gelingt es dem musikalischen Leiter Günther Stegmüller Solisten zu verpflichten, die an großen Häusern singen oder an berühmten Musikhochschulen lehren und selbst als bedeutende Solisten weltweit bekannt sind.

Zum Auftakt einer neuen Konzertreihe in Viernheim hat sich der Dirigent Stegmüller einen ganz besonderen musikalischen Leckerbissen ausgedacht. Mit Beethovens Werk, dem Violinkonzert in D-Dur, op. 61, wagten sich die Musiker und ihre Solistin an ein technisch äußerst anspruchsvolles Stück, welches reich an Themen und melodischen Klängen ist und anfangs von vielen Geigern als „unspielbar“ abgelehnt wurde.

Günther Stegmüller und seine Musiker erläuterten dem Publikum zunächst die markanten Passagen dieses Werkes und spielten die tragenden Säulen dieses Stückes auch vor, was zu einer leichteren Einführung in das Werk führte als jedes Stück gedrucktes Papier.

Doch was Linda Wang daraus machte, das war Spitzenklasse und ein Genuss für die Ohren. Mit ihrer Geige spielte sie nicht nur sowohl im Einklang mit dem Orchester als auch völlig solo auf der Bühne, nein – sie entzauberte aus ihrer Guadagnini-Violine die Töne zart und temperamentvoll, leise und voller Elan, schnell und dann wieder ganz langsam und so einfühlsam, so dass das Publikum am Ende restlos bezaubert war. Standing Ovation und lang anhaltender Applaus waren deutliche Zeichen für eine einmalige Leistung, der das Publikum noch Stunden lang hätte zuhören können.

Doch was hätte diesen glanzvollen und eindrucksvollen ersten Teil noch überbieten können? Diese Frage stellte sich so mancher Besucherund die Antwort folgte schnell. Mit Anton Dvoráks Sinfonie Nr. 9 in e-Moll „Aus der neuen Welt“ eröffneten sich neue Welten dem Publikum, nicht nur serviert vom Komponisten, sondern auch von den Musikern der Starkenburg Philharmonikern. Gleich einem internationalen Orchester spielten und interpretierten die Musiker ein Werk, das selten solch einen stürmischen Applaus am Ende erlebte wie in Viernheim. Dank dem musikalischen Leiter Günther Stegmüller erhielten die Besucher auch hier wieder eine kurze Einführung in das Thema und die Musik des Komponisten. Auch wenn das zweite Werk ein ganz anderes Stück wie das von Beethoven ist, in beiden Fällen war die Musik ein Genuss von höchster Qualität und Können.

Standing Ovation auch hier  am Ende und der Wunsch nach einer Wiederholung eines solchen Konzertes ist deutlicher Beweis dafür, dass neben dem Neujahrskonzert auch ein solcher Abend mit symphonischen Werken durchaus sein Publikum findet und Günther Stegmüller sich schon jetzt sicher sein darf: Solch ein Konzert gibt es jedes Jahr und wir haben das Publikum dafür. Gespannt dürfen die Musikfreunde nun sein, wie ein solcher Abend noch zu steigern ist.