Foto: vn

Foto: vn

Foto: vn

Foto: vn

Foto: vn

Foto: vn

Viernheim (nk) – Am Samstag, 18. März 2017 war auf dem Wochenmarkt wieder der blau-weiß-roten Marktschirm der Stadtverwaltung aufgebaut. Am Infostand wurde über zwei wichtige Themen informiert, den „Demenzwegweiser“ und den 13. Selbsthilfetag am Sonntag, 26. März 2017 im Bürgerhaus.

Für die Bürger in Bürgerinnen war es eine gute Gelegenheit, sich umfassend zu informieren. Gleich mehrere kompetente Gesprächspartner waren am Infostand vertreten und gaben Auskunft über die gewünschten Themen. Daneben lagen Broschüren und Flyer aus und wurden kostenlos abgegeben.

Der „Demenzwegweiser“

Er ist ausgesprochen handlich und lesefreundlich, umfasst 28 Seiten, herausgegeben vom Demenznetz Viernheim und will Demenzkranken und deren Angehörigen Hilfe anbieten, Hilfe bei der Bewältigung unterschiedlicher Herausforderungen. Denn von Demenz betroffene Menschen benötigen ein differenziertes Unterstützungsangebot.

Im Demenz-Wegweiser wird das breite Spektrum von Hilfsangeboten der Stadt vorgestellt. Nicht hoch genug einzuschätzen ist die Arbeit des „Demenznetz Viernheim“, ein Zusammenschluss verschiedener an der Versorgung demenziell erkrankter Menschen und deren Angehörigen, beteiligter Mitarbeiter aus den Bereichen Medizin, Psychologie, Sozialarbeit und Pflege. Im Demenz-Wegweiser werden die einzelnen Beiträge und Angebote zusammengeführt und im Sinne einer Verbesserung der Lebenssituation der erkrankten Menschen und ihrer Angehörigen miteinander verknüpft.

Der neue Demenzwegweiser liegt in allen öffentlichen Einrichtungen, Krankenhaus, Forum der Senioren, Arztpraxen etc. aus und wird kostenlos abgegeben. Der Demenzwegweiser als PDF-Datei.

Der 13. Selbsthilfetag am Sonntag, 26. März

Am Sonntag, 26. März 2017 findet von 10.00 bis 16.00 Uhr im Viernheimer Bürgerhaus der 13. Tag der Selbsthilfegruppen in Viernheim und Kreis Bergstraße statt. Neben fünf Vorträgen kann man sich an 23 Infoständen – die beide Säle des Bürgerhauses belegen – über die Selbsthilfegruppen informieren. Man bekommt an den einzelnen Info-Tischen Gesprächspartner mit hoher Kompetenz, die über eigene Erfahrungen verfügen, was die jeweilige Krankheit betrifft. Auch der Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter ist mit einem Spielmobil vertreten.

Programmübersicht

10.00 Uhr
Begrüßung Bürgermeister Matthias Baaß
Mitmach-Gymnastik der Parkinson-Selbsthilfegruppe
Musikalische Begleitung, Gerhard Knapp (Flügel)

10.30 Uhr
Wenn die normale Brille nicht mehr ausreicht
Vortrag der Selbsthilfegruppe „Sichtweise“
Referent: Volker Dieterich, Optiker

Ab welcher Sehleistung muss ich mit Einschränkungen rechnen? Welche Möglichkeiten gibt es bei eingeschränkter Sehleistung beim Fernsehen, Autofahren, Orientierung im Freien? Welche Möglichkeiten gibt es im Nahbereich beim Lesen oder Handwerken? Überblick über optische und elektronische Hilfsmittel. Hinweise zu Selbsthilfeorganisationen, Augenoptikern und Augenärzten.

11.15 Uhr
Schlafapnoe, die neue Volkskrankheit
Vortrag der Selbsthilfegruppe Schlafapnoe
Referentin: Oberärztin Judith Schmidt, Leiterin des Schlaflabors am Theresienkrankenhaus Mannheim

Die Schlafapnoe und hier insbesondere das obstruktive Schlafapnoesyndrom können schon aufgrund ihrer Häufigkeit als Volkskrankheit bezeichnet werden. Ihre Erkennung ist vor allem wegen der Folgen wie Tagesschläfrigkeit bis hin zum Sekundenschlaf und Herz-Kreislauferkrankungen wichtig. Mit diesem Vortrag sollen die Möglichkeiten der Diagnostik, die Symptome und die Therapieoptionen beleuchtet werden.

12.00 – 13.00 Uhr Mittagspause

13.00 Uhr
Hilfen bei Schwerhörigkeit, Ertaubung und Ohrgeräuschen
Vortrag der Selbsthilfegruppe Cochlea Implantat
Referent: Professor Dr. Dr. h .c. Peter K. Plinkert, Ärztlicher Direktor der Univer sitäts-Hals-Nasen-Ohrenklinik Heidelberg

Über zwölf Millionen Menschen leiden in Deutschland unter Schwerhörigkeit, Ohrgeräuschen oder Taubheit. Vielen von ihnen kann heute geholfen werden. Voraussetzung ist eine genaue Untersuchung der Ursachen. Diese können von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich gelagert sein. In seinem Vortrag möchte Professor Plinkert die Möglichkeiten aufzeigen und Hoffnung machen.

13.45 Uhr
AD(H)S bei Kindern und Erwachsenen – Familienthema zwischen Chaos und Genialität
Vortrag der ADHS-Selbsthilfegruppe
Referent: Kai Strugalla, Heilpraktiker

Konzentrationsschwierigkeiten, Bewegungsdrang, Impulsschwäche, innere Unruhe. Immer häufiger wird die Diagnose AD(H)S bei Kindern und auch bei Erwachsenen gestellt. Aber was genau versteht man eigentlich unter diesem Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom? Woher kommt es und welche Möglichkeiten gibt  es, dieses zu behandeln?

In diesem Vortrag werden grundlegende Ursachen im Gehirn beleuchtet, die für AD(H)S verantwortlich sind, sowie typische Symptome vorgestellt. Es wird der Bezug zu den biochemischen Ursachen aufgezeigt und wie es sich in einer veränderten Art des Denkens und Verhaltens auswirkt. Daraus resultieren sowohl positive Eigenschaften wie zum Beispiel erhöhte Kreativität als auch erschwerende wie fehlende Strukturierung oder Konzentrationsschwäche.

14.30 Uhr
Biochemische Erklärung der Alkoholkrankheit
Vortrag der Guttempler
Referent: Gerhard Knapp, Biologe und Präventologe

Eines von über 400 Enzymen im Körper des Menschen bewirkt eine katastrophale Entgleisung in der Leber für die Umwandlung des Alkohols in Acetaldehyd. Anstatt Alkoholmoleküle landen in den Neuronen Acetaldehyd, und dadurch wird der Suchtstoff Papaverin gebildet, der sich an den Wänden der Neuronen ab setzt und an den Hypothalamus pausenlos signalisiert: mehr Alkohol.

Die Info-Stände

  1. Kontakt- und InformationsStelle für Selbsthilfe
  2. Anonyme Alkoholiker und Guttempler
  3. Chamäleon (Depressionen)
  4. Leben mit und nach Krebs
  5. SHG für Angehörige dementiell Erkrankter
  6. Rheuma-Liga
  7. Selbsthilfegruppe Parkinsan
  8. Selbsthilfegruppe Schlafapnoe
  9. DSL-Selbsthilfegruppe „Schmerz lass nach!“
  10. SHG Morbus CrohnjColitis Ulcerosa
  11. SHG Multiple Sklerose
  12. SHG „Sternenkinder“
  13. Hospizverein
  14. Naturheilverein
  15. ADS und AD(H)S Erwachsene und Kinder
  16. RLS Mannheim (Restless Legs Syndrom)
  17. BSK Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter
  18. Selbsthilfegruppe Epilepsie
  19. Lieselatte Zwiespalt (Depressionen)
  20. „Sichtweise“ (Augenerkrankungen)
  21. Selbsthilfegruppe Diabetes
  22. Selbsthilfegruppe Cochlea-Implantat
  23. Spiel mobil des BSK
  24. Kuchenverkauf