Gesundheitsdezernentin informiert vor Ort im Hofladen Steinmetz

Die Erste Kreisbeigeordnete Diana Stolz (r.) überzeugt sich auf dem Hof Steinmetz von frischen Backwaren. Foto: kb.

Die Erste Kreisbeigeordnete Diana Stolz (r.) überzeugt sich auf dem Hof Steinmetz von frischen Backwaren.
Foto: kb.

Kreis Bergstraße (kb). – In Zeiten globalisierter Märkte und transkontinentaler Handelswege stellt die Wahrung der Lebensmittelsicherheit einen wesentlichen Bestandteil des Verbraucherschutzkonzepts dar. Durch die Überwachung lokal produzierter und gehandelter sowie aus dem Ausland eingeführter Waren können die Verbraucherinnen und Verbraucher vor Gefahrenquellen geschützt und gleichzeitig ein bestmöglicher Sicherheitsstandard gewährleistet werden.

Das umfassende Überwachungsprinzip vom Feld bis auf den Teller ist ein ganzheitlicher Ansatz zu mehr Lebensmittelsicherheit, der sämtliche Elemente einbezieht, die sich auf die Unbedenklichkeit von Lebensmitteln auswirken können und zwar an jedem Punkt der Nahrungskette. Das Heppenheimer Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz hat die Aufgabe, den Verbraucher vor gesundheitlichen Gefahren ausgehend von Lebens- und Futtermitteln, aber auch Bedarfsgegenständen und Kosmetika zu schützen und einer Irreführung und Täuschung der Konsumenten entgegenzuwirken. Im Kreis Bergstraße gibt es derzeit 4.371 überwachungspflichtige Betriebe, zu denen auch der Lampertheimer Bauernladen Steinmetz gehört.

Die Mitarbeiter der amtlichen Lebensmittelüberwachung überprüfen in regelmäßigen Abständen im Rahmen von unangekündigten, risikoorientierten Betriebskontrollen und Probeentnahmen, ob die rechtlichen Anforderungen durch den Lebensmittelunternehmer im Sinne des Verbraucherschutzes eingehalten werden. Außerdem erhalten die Verbraucher hier bei Fragen Rat und Auskunft. Die amtliche Lebensmittelüberwachung ist in Deutschland Aufgabe der Bundesländer. Auch Einrichtungen der Gastronomie und der Gemeinschaftsverpflegung werden regelmäßig kontrolliert.

Die Kontrollen in Lebensmittelbetrieben werden durch Lebensmittel-kontrolleure sowie amtliche Tierärzte und Lebensmittelchemiker vorgenommen. In der Lebensmittelkontrolle und Fleischhygiene vor Ort sind außerdem noch hauptamtliche Amtstierärzte sowie nebenamtliche Amtstierärzte und Fachassistenten tätig. Natürlich geht die amtliche Lebensmittelüberwachung auch unmittelbaren Hinweisen von Verbrauchern oder anderen Behörden nach, etwa wenn Krankheitserscheinungen bekannt wurden, die in Zusammenhang mit dem Verzehr eines Lebensmittels stehen könnten. Werden Verstöße festgestellt, ordnen die Ämter und Fachdienste die erforderlichen Maßnahmen, wie etwa die Sicherstellung der Produkte, das Inverkehrbringungsverbote, Rückrufe oder auch Betriebsschließungen an. Außerdem können Verwarn- und Bußgelder verhängt oder bei Verdacht auf eine Straftat auch die Staatsanwaltschaft informiert werden.

„Über die ordnungsrechtliche Funktion hinaus ist das Veterinäramt auch beratend tätig und steht als Ansprechpartner für alle Fragen zur Lebensmittelgesundheit zur Verfügung“, betont die Erste Kreisbeigeordnete Diana Stolz.

Die Kooperation des Hofladens Steinmetz in Lampertheim mit dem Landratsamt hat schon eine lange Tradition, so wird zum Beispiel  der „Zuckertisch“ des zahnärztlichen Dienstes gerne als Anschauungs-material für den Zucker- und Fettverbrauch bei der täglichen Ernährung von Jung und Alt herangezogen. Gemeinsam wird immer wieder auf  das kaum zu vertretende Ausmaß der vermeidbaren Lebensmittelabfälle hingewiesen und Tipps zur Vermeidung von Lebensmittelverlusten gegeben. Der Besucher kann sich bei diesen Veranstaltungen jederzeit informieren, welche Bedeutung eine hohe  Qualität von Nahrungsmitteln für den Verbraucher hat und wie motivierend die Wertschätzung für die Erzeuger ist. Regionale Produkte sollen in Kindertagesstätten, Schulen, in Pflegeeinrichtungen und Unternehmen einen festen Platz erhalten und einen positiven Beitrag für die regionalen Wirtschaftskreisläufe leisten. Ein gesunder Lebensstil senkt das Risiko für Übergewicht, Fettleibigkeit und Herz- Kreislauferkrankungen. Ein gesundes Essverhalten und regelmäßige Bewegung sind deshalb  die Grundpfeiler für eine wichtige und nachhaltige Investition der Bevölkerung in eine gesunde die Zukunft von frühester Kindheit an.

Das Gesundheitsamt ist für die Belehrungen nach dem Infektionsschutzgesetz zuständig. Das Gesetz zielt auf  die Vermeidung von Krankheitserregern durch den Genuss von Lebensmitteln ab, deshalb müssen Arbeitgeber und Beschäftigte im Lebensmittelbereich entsprechend geschult werden.

„Gesunde Lebensmittel sind ein hohes Gut“, betonte Diana Stolz, Erste Kreisbeigeordnete als für die Bereiche Gesundheit, Verbraucherschutz und Veterinärwesen zuständige Dezernentin und wies auf die Kooperation der beiden Ämter hin. Beide schützen die Verbraucher als Kontrollinstanz und fachlich kompetente Beratungsstellen. „Unsere Landwirte sind die Garanten für gesunde Produkte, die Verbraucher erkennen zunehmend die Bedeutung und den Wert regionaler und saisonaler Erzeugnisse“, stellte die Gesundheitsdezernentin abschließend erfreut fest.