Der Wert aller 552 Gegenstände beläuft sich nach ersten Schätzungen  auf mindestens 100.000 Euro. Foto: polizei

Der Wert aller 552 Gegenstände beläuft sich nach ersten Schätzungen auf mindestens 100.000 Euro.
Foto: polizei

Darmstadt (ots) – Die Busfahrt dreier 29, 30 und 41 Jahre alter Männer endete am Dienstagmittag (18.03.) unfreiwillig im Betriebshof der Polizeiautobahnstation Südhessen in Darmstadt. Beamte des Verkehrsdienstes des Polizeipräsidiums Südhessen, die von Kollegen des Zolls unterstützt wurden, hatten gegen 12 Uhr einen ausländischen Reisebus auf der Autobahn 5 bei Darmstadt im Visier, den sie auf dem Gelände der Autobahnpolizei anschließend kontrollierten.
Der Fund im Handgepäck eines 41 Jahre alten Businsassen erweckte das Interesse der Ermittler. In seiner Tasche stießen sie auf insgesamt 20 gebrauchte Mobiltelefone, in seiner Jacke waren zehn weitere Handys verstaut, die ebenfalls Gebrauchsspuren auswiesen. Schnell stellten die Polizisten jedoch fest, dass es sich dabei nur um die „Spitze des Eisbergs“ handelte. In den verschiedenen Gepäckstücken des 41-Jährigen waren nochmals 320 Telefone versteckt. Zur Herkunft der Gegenstände befragt, teilte der Ertappte mit, dass er die Geräte auf einem Flohmarkt in Offenbach gekauft hatte und ins Ausland transportieren wollte. Doch nicht nur der 41-Jährige geriet schnell in das Visier der Beamten. Auch bei einem 30 Jahre alten, mehrfach polizeibekannten Manne wurden sie fündig. In der Gepäckablage im Fahrgastraum hatte er eine Tasche mit 15 neuwertigen Tablets verstaut. Doch nicht nur im Handgepäck, auch im Frachtraum wurden in den Taschen des Frankfurters und seines 29-jährigen Begleiters weitere Elektrogeräte sichergestellt. Bei den zum Teil noch originalverpackten Waren handelte es sich um Tablets, Handys, Smartphones, Laptops und Kameras der Marken Samsung und Apple. Nach der endgültigen Auflistung der Gegenstände zählten die Polizisten 202 Elektroartikel. Alle aufgefundenen Geräte wurden wegen des Verdachts der Hehlerei sichergestellt und das Trio vorläufig festgenommen. Gegen die drei Tatverdächtigen wurde zur Sicherung des Strafverfahrens eine Sicherheitsleistung in Höhe von 500 Euro pro Person festgesetzt. Mittlerweile erbrachte eine erste Auswertung der Sicherstellungen, dass mindestens 150 Geräte aus Einbruchsdiebstählen in Hattersheim, Rüsselsheim, Heidelberg, Sandhausen, Gießen, Montabaur und Dieburg stammen. Die Nachforschungen zur Herkunft der übrigen Artikel dauern an. Ob die Festgenommenen für die Einbrüche als Täter in Frage kommen, ist Gegenstand der weiteren Ermittlungen. Der Wert aller 552 Gegenstände beläuft sich nach ersten Schätzungen der Ermittler auf mindestens 100.000 Euro.