Unter der Leitung ihres Dirigenten Günther Stegmüller entführte das fünfzigköpfige Orchester das Publikum mit Werken von Smetana, Tschaikowsky, Grieg, Rossini, Strauss, Lincke auf „Eine musikalische Reise durch Europa“. Foto: vn

Unter der Leitung ihres Dirigenten Günther Stegmüller entführte das fünfzigköpfige Orchester das Publikum mit Werken von Smetana, Tschaikowsky, Grieg, Rossini, Strauss, Lincke auf „Eine musikalische Reise durch Europa“.
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Bariton Alexander Knop verstand es hervorragend mit seiner schauspielerischen Leistung und seiner Stimme das Publikum in seinen Bann zu ziehen. Foto: vn

Bariton Alexander Knop verstand es hervorragend mit seiner schauspielerischen Leistung und seiner Stimme das Publikum in seinen Bann zu ziehen.
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Viernheim (vn) – Mit einem musikalischen Feuerwerk der Extraklasse begrüßten am Samstag, 10. Januar 2015, die Starkenburg-Philharmoniker das neue Jahr und versetzten mit ihrem Konzert, das diesmal unter dem Motto „Musikalische Europareise“ stand, das Publikum im ausverkauften Viernheimer Bürgerhaus in einen wahren Freudentraum.

Seit Jahren wissen die Fans der Starkenburg-Philharmoniker schon, dass der musikalische Leiter Günther Stegmüller für das Neujahrskonzert immer einige Überraschungen vorbereitet hat. So auch in diesem Jahr. Es war eine musikalische Europareise von Österreich über Frankreich, England, Deutschland, Tschechien, Italien, Russland bis hin nach Spanien, – und das Publikum fuhr begeistert mit.

Eingeladen von der charmanten Moderatorin und Zugbegleiterin Dagmar Weber führte sie das Publikum zu den einzelnen Stationen, berichtete über Interessantes und Wissenswertes und gab so manche kleine Anekdote aus der damaligen Zeit zum Besten um das Publikum gut auf die nächste Station der Europareise vorzubereiten.

Das großartige und rund 50 Musiker umfassende Orchester war nicht alleine auf der Bühne, auch drei Gäste aus Europa waren mit an Bord. Mit der russischen Violinist Elina Nazarova, die erst einen Tag vor dem Konzert in Viernheim aus Peking angereist kam, wo sie auf China-Tournee war, hatte Günther Stegmüller einen neuen Star am Viernheimer musikalischen Himmel verpflichtet und damit ihr auch gleichzeitig ihren ersten Auftritt in Deutschland ermöglicht. Seit ihrem 5. Lebensjahr spielt und studiert sie Violine und gewann 2008 den ersten Preis beim gesamtrussischen Wettbewerb „Junge russische Talente“. Mit ihren Werken von Camille Saint-Saëns und Pjotr Iljitsch Tschaikowsky zeigte sie ihr Können und ihr Feingefühl, wie sie die Geige nicht nur spielt und den Geigenstrich beherrscht, sondern wie sie auch mit dem Instrument fühlt. Eine musikalische Darbietung, die das Publikum begeisterte und mit „Bravo“-Rufen quittierte. Eine überragende Spielkunst, mit einer Fingerfertigkeit und Leichtigkeit bravurös vorgetragen, die ihres gleichen sucht.

Einen ebensolchen musikalischen Beitrag voller Esprit und Talent, vor allem aber Stimmgewalt und Mimik, leistete auch wieder die den Viernheimer Konzertbesuchern bereits bekannte Sopranistin Gunda Baumgärtner. Mit ihrer mitreißenden Art nahm sie mit Leichtigkeit ihr Publikum mit auf ihre Reise und ihre Stationen. Ob sie nun den „Strahlenden Mond“ besang oder ihrem Partner, dem Bariton Alexander Knop, mit Timbre und schauspielerischer Überzeugung beschwor „Meine Lippen, die Küssen so heiß“, Gunda Baumann hatte das Publikum in ihren Bann gezogen.

Auch Alexander Knop verstand es hervorragend mit seiner schauspielerischen Leistung und seiner Stimme unter anderem den armen Josef zu spielen und zu singen, als die beiden Gesangskünstler aus der Operette „Madame Pompadour“ von Leo Fall das berühmte Duett „Josef, ach Josef, was bist Du so keusch“ dem Publikum eindrucksvoll präsentierten.

Standing Ovation und lang anhaltenden Beifall sowie immer wieder „Bravo“-Rufe zwischen den einzelnen Programmpunkten waren der beste Beweis für ein gelungenes Neujahrskonzert, das nicht ohne Zugaben zu Ende gehen durfte.