Mannheim (stadt) – Eine gepflegte Stadt erhöht die Lebensqualität ihrer Bürgerinnen und Bürger und macht die Stadt attraktiver für Touristen. Die Stadtreinigung Mannheim und der Fachbereich Grünflächenpflege stellen sich täglich der Herausforderung rund 1.100 Kilometer öffentliche Straßen zu reinigen, Grünflächen und Spielplätze zu pflegen, sowie für rund 80.000 Bäume Sorge zu tragen. Das geht natürlich nur mit hohem Personaleinsatz. Dem wurde im Rahmen des neuen Haushalts besonders Rechnung getragen. Die Stadtreinigung hat zusätzliche Mittel erhalten und für die Grünflächenpflege wurde das Personal verstärkt.
„Das Thema „attraktive und gepflegte Stadt“ braucht Nachhaltigkeit, Konstanz und eine Strategie“, erläutert Umweltbürgermeisterin Felicitas Kubala. „Wir wollen sichtbare Verbesserungen im Stadtbild erzielen. Dafür stellen wir im Haushalt mehr Geld zur Verfügung, wofür ich an dieser Stelle auch meinen Dank an den Gemeinderat aussprechen möchte. Und wir haben Rahmenbedingungen geschaffen, um Leistungen zu bündeln und Ergebnisse besser auszuwerten“, so Kubala weiter.
Das in der Verwaltung gemeinsam entwickelte Konzept sieht vor, in 20 ausgewählten Bereichen mit Zusatzteams Sonderreinigungen durchzuführen. „Unser Picobello²-Projekt, das wir 2013 in der westlichen und östlichen Innenstadt durchgeführt haben, hat uns deutlich gezeigt, dass nachhaltige Sauberkeit nur durch mehr Personaleinsatz erreichbar ist“, erläutert Kubala. „Mit den Mitteln, die uns nun zur Verfügung stehen, werden wir nicht die ganze Stadt dauerhaft sauber halten können. Aber die besondere Pflege stark genutzter Bereiche durch zusätzliche Reinigungsteams entlastet auch das vorhandene Personal – das kommt allen Stadtteilen zugute.“ Und sie ergänzt: „Ich möchte aber betonen, dass es nach wie vor Pflicht der Anlieger ist, die Gehwege vor ihren Häusern zu reinigen“.

Ziel attraktives Stadtbild

„Die Stadtverwaltung wird in den nächsten Wochen und Monaten eine Reihe von Maßnahmen durchführen, die für ein attraktives Stadtbild sorgen. Neben der verstärkten Reinigung in den Stadtteilen und der Pflege der Grünflächen gehört dazu auch die Neupflanzung von insgesamt 200 Bäumen in diesem Jahr oder die Sanierung von zehn Spielplätzen. An dieser Stelle möchte ich all den Bürgerinnen und Bürgern danken, die sich ehrenamtlich für ihre Stadt engagieren, in dem sie Baumscheiben pflegen, Patenschaften für Bäume oder Spielplätze übernehmen und unsere Arbeit auf vielfältige Weise unterstützen. Ich bin sicher, dass all diese Maßnahmen zusammengenommen für ein attraktiveres Stadtbild sorgen werden und damit für eine Stadt, in der sich die Bürgerinnen und Bürger und alle Gäste wohlfühlen“, so Kubala.

Die Maßnahme im Einzelnen

Nachdem der Gemeinderat den Zuschuss der Abfallwirtschaft für die Stadtreinigung um einen Betrag in Höhe von 500.000 EUR erhöht hatte, haben der Fachbereich Grünflächen und Umwelt und der Eigenbetrieb Abfallwirtschaft ein Konzept entwickelt, das in 20 ausgewählten Bereichen innerhalb von vier Stadtteilen für mehr Sauberkeit auf Straßen und in Grünflächen sorgen soll.
Die 20 ausgewählten Bereiche befinden sich in den vier Stadtteilen Innenstadt, Jungbusch, Neckarstadt-West und Schwetzinger Stadt. Die Auswahl der 20 Schwerpunktgebiete beruht auf dem seit 2013 bei der Abfallwirtschaft eingesetzten Qualitätssicherungssystem DSQS und auf den Ergebnissen des Steidle-Gutachtens, das der Fachbereich Grünflächen und Umwelt in Auftrag geben hatte und in dem Mannheims Grünflächen in Pflegestufen eingeteilt wurden. In den ausgewählten Bereichen wird die Stadtreinigung mit zusätzlichem Personal Sonderreinigungen durchführen. Zehn zusätzliche Planstellen werden geschaffen, zwei bis drei davon werden mit Langzeitarbeitslosen besetzt. Diese Zusatzteams sollen das vorhandene Personal entlasten, das dann an anderer Stelle im Stadtgebiet eingesetzt werden kann. Die Teams arbeiten im Schichtdienst in der Zeit von 6:00 Uhr bis 21:30 Uhr.
Im Rahmen ihrer Schicht werden die Teams die Straßen und Baumscheiben reinigen, um deren gärtnerische Pflege sich wiederum der Fachbereich Grünflächen und Umwelt kümmern wird. Außerdem werden die Spielplätze in den ausgewählten Bereichen sowie die Grünflächen gereinigt. Die Reinigungsergebnisse in den 20 Bereichen werden durch Qualitätskontrolle in der Stadtreinigung (DSQS) überwacht und zum Jahresende 2014 ausgewertet.
Als Ergebnis aus dem Picobello²-Projekt wird ein Papierkorb-Konzept umgesetzt. Zunächst wird ermittelt, wo welche Art von Papierkorb zu finden und in welchem Zustand der Papierkorb ist. Je nach Ergebnis werden zusätzliche Papierkörbe aufgestellt, beschädigte und stark verschmutze Papierkörbe werden ausgetauscht, sodass ein einheitliches Bild entsteht.