Mannheim (zg) – Im Rahmen der diesjährigen Saison des Christopher Street Days (CSD) beteiligt sich die Stadt Mannheim an zahlreichen Aktivitäten in Mannheim und der Region Rhein-Neckar.

Am Samstag, 12. August, steht die Mannheimer Innenstadt, wieder im Zeichen des von der Stadt Mannheim unterstützten Christopher Street Day Rhein-Neckar. Die Demo-Parade beginnt um 14 Uhr und ist mit 53 angemeldeten Gruppen der bis jetzt größte CSD in der Mannheimer Geschichte. Wie im letzten Jahr ist die Stadt Mannheim dabei auch mit einer eigenen Fußgruppe präsent.

Im Anschluss an die Demo-Parade findet im Ehrenhof des Schlosses das CSD-Straßenfest mit Bühnenprogramm und Infoständen statt. Die Stadt Mannheim ist mit einem Infostand vertreten. Besucher_innen können sich dort über deren Arbeit für lesbische, schwule, bisexuelle sowie transgeschlechtliche und intergeschlechtliche Menschen (LSBTI) in Mannheim informieren und mit den LSBTI-Beauftragten ins Gespräch kommen.

Internationale Gäste aus den Partnerstädten zu Gast beim CSD

Eine Besonderheit bilden in diesem Jahr die internationalen Gäste, die aus den Partnerstädten Beyoglu-Istanbul (Türkei), Chi?inau (Moldawien), Haifa (Israel) und Swansea (Großbritannien) am CSD teilnehmen werden. Sie sind im Rahmen eines vom CSD-Verein initiierten und gemeinsam mit dem Förderverein Städtepartnerschaften und der Stadt Mannheim realisierten Austausches unter dem Motto „Twin Cities. Together for Equality.“ in Mannheim. Bereits beim Regenbogenempfang der Stadt Mannheim am Donnerstag, 10. August, berichten sie über die LSBTI-Arbeit in ihren Städten.

Ein Zeichen für die Sichtbarkeit von lesbischen Frauen: Dyke*March zum ersten Mal in der Region

Am Freitag, 11. August, um 18 Uhr startet auf dem Universitätsplatz in Heidelberg der Dyke*March Rhein-Neckar. Er ist der erste Dyke*March in ganz Baden-Württemberg. Anliegen des von den Städten Heidelberg und Mannheim unterstützten Marsches ist es, die vielfältigen Interessen und politischen Forderungen von Lesben und frauenliebenden Frauen (engl. dykes) öffentlich zu machen.

Hintergrund zum CSD

In der New Yorker Christopher Street fand am 28. Juni 1969 der erste Aufstand gegen homo- und transphobe Polizeiwillkür statt. In Erinnerung an diesen Tag wird seitdem weltweit auf CSDs sowohl gegen Gewalt und Diskriminierung als auch für die Rechte von lesbischen, schwulen, bisexuellen sowie transgeschlechtlichen und intergeschlechtlichen Menschen demonstriert.

CSDs finden heute weltweit statt und werden meist von einem kulturellen und politischen Rahmenprogramm begleitet. Sie dienen der Zusammenkunft und artikulieren aktuelle politische Forderungen der LSBTI-Community.

Hintergrund zum Dyke*March

Dyke*Marches finden seit 1981 traditionell am Vortag von CSD-Paraden statt und sind ein Zusammentreffen und ein Protestmarsch lesbischer und frauenliebender Frauen. Die Märsche werden in großen Metropolregionen wie Vancouver, San Francisco, London und Berlin, meist zusammen mit einem politischen und kulturellen Rahmenprogramm, veranstaltet.

Ihr Zweck ist es, lesbische Sichtbarkeit zu erhöhen und lesbischen Aktivismus zu stärken. Dabei ist ihr Ansatz inklusiv und umfasst alle frauenliebenden Frauen, einschließlich bisexueller, transgeschlechtlicher und intergeschlechtlicher Frauen.

Weitere Informationen zum CSD Rhein-Neckar: www.csdrn.de
Weitere Informationen zum Dyke*March Rhein-Neckar: www.dykemarchrheinneckar.de
Weitere Informationen zur LSBTI-Arbeit der Stadt Mannheim: www.mannheim.de/lsbti