Mannheim-Sandhofen (ots/Polizeipräsidium Mannheim) – Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Mannheim und des Polizeipräsidiums Mannheim:

Am Sonntagabend, 03.09.2017 brannte in der Kirschgartshäuser Straße das Führerhaus einer Sattelzugmaschine völlig aus, auch zwei Auflieger in der Nähe wurden in Mitleidenschaft gezogen. Am Tatort wurde ein 27-jähriger Deutscher angetroffen, welcher versuchte, die Löscharbeiten zu behindern.

Das Polizeipräsidium Mannheim berichtete am 04.09.2017. Nach bisher vorliegenden Erkenntnissen wurde ein T-Shirt benutzt, um die Sattelzugmaschine in Brand zu setzen. Der 27-Jährige bewegte sich am Tatort oberkörperfrei und hatte ein Feuerzeug bei sich, er wurde vorläufig festgenommen. Auf dem Revier ergab eine Überprüfung, dass der Mann mit mehr als 1, 6 Promille deutlich alkoholisiert war. Ein mögliches Motiv für die Tat könnte in einem familiären Streit vor dem Brandausbruch liegen.

Der entstandene Sachschaden wird auf 200.000 Euro geschätzt. Nach bisherigem Kenntnisstand liegen keine Hinweise darauf vor, dass der Verdächtige mit mehreren Brandstiftungen an Personenkraftwagen in Mannheim-Neckarau (das Polizeipräsidium Mannheim berichtete) in Verbindung steht.

Der Verdächtige wurde am Montag dem Haftrichter des Amtsgerichts Mannheim vorgeführt. Hier wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Mannheim  Untersuchungshaftbefehl wegen des dringenden Verdachts der Brandstiftung und Sachbeschädigung bei vorliegender Flucht- und Verdunkelungsgefahr gegen ihn erlassen. Anschließend wurde er in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

Die Ermittlungen werden von der Staatsanwaltschaft Mannheim und dem Dezernat für Kapitaldelikte des Kriminalkommissariats Mannheim geführt.