Staatsanwaltschaft erwirkt weitere Haftbefehle – 13 Tatverdächtige ermittelt

Mannheim (ots/Polizeipräsidium Mannheim) – Gemeinsame Pressemitteilung derStaatsanwaltschaft Mannheim und des Polizeipräsidiums Mannheim:

Wie bereits berichtet, kam es am 17. 9. 2017 im Mannheimer Stadtteil Jungbusch zu einer Auseinandersetzung zwischen einer mehrköpfigen Tätergruppierung und drei bis fünf jungen Männern. Dabei wurde ein 26-jähriger Mann lebensgefährlich verletzt.

Gegen drei Männer wurde am Montag, 18. 9. 2017, auf Antrag der Staatsanwaltschaft Mannheim durch das Amtsgericht Mannheim Haftbefehl wegen des Verdachts des versuchten Totschlags in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung erlassen. Zwei weitere Tatverdächtige wurden am 21. 9. 2017 festgenommen und nach Vorführung beim Haft- und Ermittlungsrichter in Justizvollzugsanstalten eingeliefert.

Mittlerweile konnte das Tatgeschehen von der eingerichteten Ermittlungsgruppe im Rahmen intensiver Ermittlungsmaßnahmen, durch Auswertung von Aussagen von Tatbeteiligten und Zeugen sowie von Videoaufzeichnungen, die im Umfeld der Auseinandersetzung gefertigt worden waren, weiter aufgeklärt werden. Insbesondere konnten insgesamt dreizehn Tatverdächtige identifiziert werden. Gegen sieben hiervon wurde zwischenzeitlich Haftbefehl erlassen.

Nach dem Ergebnis der bisherigen Ermittlungen, soll das 26-jährige Opfer zunächst von einem 18-jährigen Tatverdächtigen mit Messerstichen in den Oberkörper und in der weiteren Folge von einem 21-Jährigen mit Schlägen gegen den Kopf mit einer Gerüststange schwerst verletzt worden sein. Der Mann erlitt dabei einen Schädelbruch und schwebte zunächst in Lebensgefahr. Mittlerweile hat sich sein Gesundheitszustand stabilisiert und er konnte bereits wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden. Bei der Auseinandersetzung erlitt ein weiterer 24-jähriger Mann durch einen Messerstich schwere Verletzungen im Oberkörper. Nach operativer Behandlung konnte auch er das Krankenhaus zwischenzeitlich wieder verlassen. Der dritte Verletzte, ein 30-Jähriger, erlitt eine Platzwunde am Kopf, die ambulant in einer Klinik behandelt wurde.

Die 15-köpfige Ermittlungsgruppe beim Kriminalkommissariat Mannheim wurde zum 9. 10. 2017 aufgelöst, die weitere Sachbearbeitung übernimmt die Regelorganisation des Kriminalkommissariats Mannheim.

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Mannheim und des Kriminalkommissariats Mannheim zum genauen Tatablauf und zur Motivlage dauern an.