Soziales Kaufhaus überzeugt Jury – Christine Lambrecht zu Besuch

Heinz Bitsch, Volker Gassenferth, Frauke Frahm und Juan Malla vom Laden-Team sowie Karin Heyl, Leiterin Gesellschaftliches Engagement der BASF (von links). Foto: Hans-Juergen Doelger / BASF SE 67056 Ludwigshafen

Heinz Bitsch, Volker Gassenferth, Frauke Frahm und Juan Malla vom Laden-Team sowie Karin Heyl, Leiterin Gesellschaftliches Engagement der BASF (von links).
Foto: Hans-Juergen Doelger / BASF SE 67056 Ludwigshafen

Viernheim. (hk) –  Gerade waren die Renovierungsarbeiten des Ladens mit Herz in vollem Gange, da kam die Nachricht:  Das soziale Kaufhaus wurde von der BASF für ihr Spendenprojekt „Gemeinsam Neues schaffen“ ausgewählt. Doch wie hoch die Spende des Chemieunternehmens ausfallen wird, erfuhr das Team des Ladens erst jetzt: 13.000 Euro. „Wir freuen uns riesig über diese großzügige Spende“, sagt Frauke Frahm, eine der beiden Initiatorinnen des Ladens mit Herz. „Damit können wir einen großen Teil der Renovierungskosten decken“.

Schon im vergangenen Jahr hatten sich die Viernheimer bei dem Spendenprojekt beworben – und wurden ausgewählt. Im Dezember stellte ein Team des Ladens bei einem Workshop der Jury das Konzept des sozialen Kaufhauses vor. Dann hieß es warten bis zur großen Prämierungsveranstaltung im Gesellschaftshaus der BASF. Dort wurden nun 20 gemeinnützige Organisationen aus der Metropolregion Rhein-Neckar für ihre Projektideen in den Bereichen Bildung, Sport, Kultur oder Soziales ausgezeichnet. Insgesamt spendete die BASF 170.000 Euro. Der Viernheimer Laden mit Herz erhielt mit 13.000 Euro eine der größten Spenden.

Bei allen ausgezeichneten Projekten geht es um Teilhabe und Integration sowie um Lernchancen für die Teilnehmer. Da passt der Laden mit Herz bestens ins Bild: Das soziale Kaufhaus wird von Flüchtlingen in ehrenamtlicher Arbeit betrieben. Unterstützt werden sie von Viernheimer Mentoren, die den Neu-Viernheimern genauso über sprachliche wie über buchhalterische Hürden hinweghelfen. Ziel des Ladens ist es, den Flüchtlingen die Integration und den Sprung ins Berufsleben zu erleichtern.

Wie das funktioniert, sah sich Christine Lambrecht, Erste Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Bundestagsfraktion und Bergsträßer Bundestagsabgeordnete, genauer an. Bei einem Besuch des katholischen Sozialzentrums nahm sie sich viel Zeit für die Besichtigung des dort beheimateten Ladens mit Herz und vor allem für Gespräche mit dem Laden-Team. Bei einem kleinen Rundgang durch die neuen Räume zeigte sie sich sichtlich beeindruckt und dankte den vielen freiwilligen Helfern und Mitarbeitern des gesamten Sozialzentrums für ihre engagierte Arbeit.

„Das katholische Sozialkaufhaus leistet einen wichtigen Beitrag zur Integration von Geflüchteten, die hier in Viernheim leben. Das Sozialkaufhaus ist in meinen Augen ein Win-Win-Projekt sowohl für die Geflüchteten als auch die Kunden in Viernheim. Ich danke daher den zahlreichen Mitarbeitern, ehrenamtlichen Helfer sowie den Unterstützern des Projekts. Ohne ihre Mithilfe würde es das Projekt nicht geben“, lobte Lambrecht.