Viel Information, großer Zuspruch, der Herztag am Kreiskrankenhaus Bergstraße, eine Informationsveranstaltung der Kardiologie des Hauses, ist gut angekommen. Entsprechend positiv fällt die Bilanz im Nachgang aus. Die Veranstaltung war eingebettet in den Herzmonat, ausgerufen von der Deutschen Herzstiftung. Im Fokus stand die Herzschwäche, Fachbegriff Herzinsuffizienz. Die Kardiologen des Kreiskrankenhauses in Heppenheim präsentierte Interessierten einen Mix aus Vorträgen und Vorführungen und boten zugleich Gelegenheit zum Dialog zwischen Besuchern und Ärzten.  Foto Kreiskrankenhaus Bergstraße/Thomas J. Zelinger

Viel Information, großer Zuspruch, der Herztag am Kreiskrankenhaus Bergstraße, eine Informationsveranstaltung der Kardiologie des Hauses, ist gut angekommen. Entsprechend positiv fällt die Bilanz im Nachgang aus. Die Veranstaltung war eingebettet in den Herzmonat, ausgerufen von der Deutschen Herzstiftung. Im Fokus stand die Herzschwäche, Fachbegriff Herzinsuffizienz. Die Kardiologen des Kreiskrankenhauses in Heppenheim präsentierte Interessierten einen Mix aus Vorträgen und Vorführungen und boten zugleich Gelegenheit zum Dialog zwischen Besuchern und Ärzten.
Foto Kreiskrankenhaus Bergstraße/Thomas J. Zelinger

Heppenheim (Kreiskrankenhaus) – Den November, vor wenigen Tagen zu Ende gegangen, hat die Deutsche Herzstiftung zum „Herzmonat“ ausgerufen. Ziel ist, das jährlich wiederkehrend, größtmögliche Aufmerksamkeit für das Thema Herzerkrankungen zu finden, Aufklärungsarbeit über Risiken leisten, Symptome benennen, Therapien erklären. Das Kreiskrankenhaus Bergstraße hat sich der Initiative, die wechselnde Schwerpunkte setzt, angeschlossen. In diesem Jahr rückte die Herzschwäche, Herzinsuffizienz, in den Fokus. Vorträge, Vorführungen, Interviews mit Betroffenen hatte die kardiologische Fachabteilung der Klinik in Heppenheim bei einem Tag der offenen Tür im Programm. Die Bilanz in der Nachbetrachtung ist bei Chefarzt PD Dr. Wolfang Auch-Schwelk positiv. Das Krankenhaus hat eine große Zahl Interessierter erreicht. Der Herztag wurde wie gewünscht zu einer Plattform zur Information und zum Austausch, so das aktuelle Fazit.

Herzschwäche, das räumte Dr. Auch-Schwelk ein, klingt „zunächst banal“ ist aber eine „ernstzunehmende Erkrankung“. Diese kann schleichend, wenn chronisch, sich entwickeln oder auch sehr schnell und vor allem sehr plötzlich zum Tod führen. Alarmsignale sollten deshalb benannt, gekannt und nicht unterschätzt werden. Leistungsabfall, Atemnot, Wassereinlagerungen in Gliedmaßen können deutliche Hinweise sein. Das Aufsuchen eines Arztes ist dringendes Gebot. „Das Herz ist ein leistungsstarker Motor. Es hat normalerweise enorme Reserven. Wenn es diese nicht mehr hat, gibt es Probleme“, resümierte der Chefarzt und mahnte an, Warnzeichen frühzeitig ernst zu nehmen und im Akutfall sofort den Notarzt zu rufen.

Wie dramatisch die Situation werden kann, schilderten Patienten. Vom plötzlichen Aufwachen in der Nacht mit extremer Atemnot, dem ohnmächtigen Zusammensacken ohne jegliche Vorzeichen inmitten des Tagesgeschehens, von einer nichtgekannten bleiernen Schwere auf den Schultern und im oberen Brustbereich, einhergehend mit kaltem Schweiß auf der Stirn, wurde berichtet. Es sind Herzrhythmusstörungen, die gleichermaßen Symptome wie Ursachen für Herzschwäche sein können und zum plötzlichen Herztod führen können. Auch der Herzinfarkt ist eine der häufigstenUrsachen. Der Herztag gab weitreichend Einblick und spannte einen weiten Bogen, dies eindringlich und für medizinische Laien gut verständlich. Dass jährlich mehr als 444.000 Menschen mit Herzinsuffizienz in Deutschland in eine Klinik eingeliefert werden macht deutlich, wie verbreitet die Krankheit ist. Dass über 45.000 Erkrankte jedes Jahr an Herzschwäche sterben zeigt die Notwendigkeit schnellen Handelns.

Blutdruck senken, Herzfrequenz senken, gehört zu den Maßnahmen, die oberste Priorität in der Therapie haben. Ohne Medikamente, so eine der Botschaften, lässt sich der Krankheit nicht begegnen. Zudem ist ein gesunder Lebenswandel unabdinglich. Und mit dem Defibrillator gibt es ein hochentwickeltes Gerät das unter die Haut implantiert Erkrankten bei einer lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörung im Bruchteil von Sekunden das Herz wieder in den lebenswichtigen Takt bringt. Es waren erfahrene Oberärzte, namentlich Dr. Manfred Kester und Dr. Christian Langer, aus dem Team von Dr. Auch-Schwelk, die die Wirkung von Medikamenten und die Funktionsweise eines Defibrillators detailliert darstellten und Chancen aufzeigten, ohne dabei Risiken und Nebenwirkungen zu verschweigen, die bei Medikamenten letztlich immer ein Abwägen durch den behandelnden Arzt erfordern.

Neben den Vorträgen bot die Veranstaltung ausreichend Gelegenheit zum Dialog. Mit Dr. Thomas Schnebelt stand der leitende Oberarzt Rede und Antwort. Zudem gab es im Livemodus Einblick in die Herzmedizin, Dr. Michael Rodenbach, ein weiterer Oberarzt im Kardiologen-Team des Kreiskrankenhauses, führte vor, wie eine Herzschwäche mit einem Echo elektronisch erkannt werden und die Herztätigkeit eines Patienten kontrolliert werden kann. Die Besucher erlebten hautnah die Kontrolle eines Defibrillators. Praxis und Theorie, Vorführung und Vortrag, die Mischung hat beim Herztag gestimmt. Entsprechend gilt: Dr. Auch-Schwelk hat die Kardiologie am Kreiskrankenhaus zu einer der ersten Adressen in der Herzmedizin der Region gemacht, und sein Team setzen weiter auf Information und Aufklärung als Teil ihrer Arbeit.