Finanzdezernent Karsten Krug informiert über Kassenkredite und Hessenkasse

Der Bergsträßer Finanzdezernent Karsten Krug sieht einer möglichen Teilnahme des Kreises an der Hessenkasse positiv entgegen. Foto: kb.

Der Bergsträßer Finanzdezernent Karsten Krug sieht einer möglichen Teilnahme des Kreises an der Hessenkasse positiv entgegen.
Foto: kb.

Kreis Bergstraße (kb). – In einem Pressegespräch informierte der Finanzdezernent des Kreises Bergstraße, Karsten Krug, über den Stand der Kassenkredite des Landkreises sowie über eine mögliche Teilnahme des Kreises an der Hessenkasse.

Danach konnte der Kreis Bergstraße seinen Kassenkreditbestand bis Jahresende 2017 auf rund 178,9 Mio. Euro reduzieren. Das sind 34,3 Millionen Euro weniger als zu Beginn des Jahres 2017 und rund 89 Millionen Euro weniger als Ende 2013. „Damit ist ein dauerhaftes Unterschreiten der symbolträchtigen 200 Millionen-Euro-Kassenkreditlinie erreicht“, zeigte sich Krug erfreut. Hierzu beigetragen hat eine Fortführung der Konsolidierung im Bereich der ordentlichen Aufwendungen. Ferner hat das Land Hessen einen erheblichen Teil seiner finanziellen Verpflichtungen aus der Kostenerstattung für die Unterbringung minderjähriger Ausländer am Jahresende ausgeglichen. Hiervon betroffen sind auch Verpflichtungen aus 2016. Diese Entwicklung wird zu einer Entlastung bei den Zinsaufwendungen im Haushalt 2018 führen, welche für den weiteren Abbau des Kassenkreditbestandes verwendet werden soll.

Im Fall einer Teilnahme des Kreises an dem Entschuldungsprogramm „Hessenkasse“ des Landes – worüber voraussichtlich in der März-Sitzung im Kreistag beraten wird – führt diese Entwicklung für das Land und den Kreis gleichermaßen zu einer Reduzierung des Verschuldungspotentials. Dieser Effekt wird dann zu einer Verkürzung der Laufzeit dieses Programmes beitragen. „Nach einem konstruktiven Gespräch mit Vertretern des hessischen Finanz- und Innenministeriums sowie unserer Finanzaufsicht in Wiesbaden Mitte Dezember 2017 sehe ich einer Teilnahme des Kreises Bergstraße an der Hessenkasse durchaus positiv entgegen, auch wenn die Finanzierung des Programms überwiegend aus kommunalen Mitteln erfolgt“, so Kreisbeigeordneter Krug in Vorbereitung auf die anstehenden Beratungen über eine Teilnahme.

Im Zusammenhang mit einerseits auslaufenden Kassenkrediten und andererseits einer möglichen Teilnahme an der Hessenkasse im Sommer 2018 standen Ende 2017 noch zwei Verlängerungen bei kleineren Kassenkreditvolumen auf der Tagesordnung. Die aktuell bekannten Rahmenbedingungen auf dem Finanzmarkt haben beim Kreis Bergstraße erstmals dazu geführt, dass mit der Aufnahme von kurzfristigen Krediten Erträge erzielt werden. „Rund 25.000 Euro Ertrag erzielt der Kreis Bergstraße für zwei kleinere kurzfristige Kassenkredite“, kann Finanzdezernent Krug berichten. Bei einer Teilnahme an der Hessenkasse wird dieses Geschäft voraussichtlich einmalig bleiben.