PROFESSOR DR. FRIEDRICH KALLINOWSKI, erfahrener Operateur und Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie am Kreiskrankenhaus Bergstraße in Heppenheim, spricht bei einem Patientenforum am Dienstag (12.) über moderne Operationsmethoden. Im Zentrum steht die Frage "Leiste, Magen und Dickdarm: OP durchs Schlüsselloch?" Dr. Kallinowski zeigt auf, warum die Antwort sehr differenziert ausfallen muss.  Foto Kreiskrankenhaus Bergstraße / Thomas J. Zelinger

PROFESSOR DR. FRIEDRICH KALLINOWSKI, erfahrener Operateur und Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie am Kreiskrankenhaus Bergstraße in Heppenheim, spricht bei einem Patientenforum am Dienstag (12.) über moderne Operationsmethoden. Im Zentrum steht die Frage “Leiste, Magen und Dickdarm: OP durchs Schlüsselloch?” Dr. Kallinowski zeigt auf, warum die Antwort sehr differenziert ausfallen muss.
Foto Kreiskrankenhaus Bergstraße / Thomas J. Zelinger

Kreis Bergstraße (kkh) – Ein Blick in einen Operati-onssaal kann interessant sein. Erschließt sich dort doch eine ganz eigene Welt. Moderne OP-Methoden dank hochentwickelter Gerätetechnologie sind anschaulicher Ausdruck der Möglichkeiten, die die Medizin von heute eröffnet. Mit dem nächsten Patientenforum der Chirurgie am Kreiskrankenhaus Bergstraße lädt Professor Dr. Friedrich Kallinowski zu einem solchen Einblick ein. Der Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie macht beim ersten Forum der Fachabteilung nach der Sommerpause der Veranstaltungsreihe die sogenannte Schlüsselloch-Chirurgie, auch als minimalinvasives Operieren bekannt, zum Thema. Mit Videos aus dem OP vermittelt er einen authentischen Eindruck.

Die Schlüsselloch-Chirurgie erfordert nur einen wenige Zentimeter kleinen Gewebeschnitt. Eine Methode, die den Patienten schont ,weil sie weniger belastet wie ein großer Eingriff und in Folge den Heilungsprozess deutlich verkürzt. Wo aber sind die Grenzen des Verfahrens? Wie sind die Sicherheitsstandards an der Kreisklinik definiert, und welche Sicherheitsmechanismen greifen? Professor Dr. Kallinowski gibt Antworten und geht auf die Frage ein, wann minimalinvasives Operieren sinnvoll ist und bei welchen Diagnosen ein offener Eingriff ratsam bleibt. Mit dem Forum, betitelt „Leiste, Magen und Dickdarm: OP durchs Schlüsselloch?“, bietet das Kreiskrankenhaus allen an moderner Medizin Interessierten eine Fülle an Informationen und die Möglichkeit zum Dialog mit dem Chefarzt. Der Termin: Dienstag (12.9.2017). Beginn ist um 18 Uhr, die Cafeteria des Krankenhauses in Heppenheim (Viernheimer Straße 2) wird zum Veranstaltungsraum. Der Eintritt ist frei.

Einen großen Anteil an der Schlüsselloch-Chirurgie haben die Bauch-spiegelungen. Hierbei werden Organe unter Einsatz bildgebender Verfahren untersucht und wenn notwendig mit ebenfalls minimalin-vasiv einzuführenden Instrumenten Behandlungen vorgenommen. Die sich rasant entwickelnde Gerätetechnologie gibt den Medizinern inzwischen präzise Bilder und lässt ebenso präzise Operationen zu. Selbst große Eingriffe sind heute durch den kleinen Schnitt möglich. Professor Dr. Kallinowski erklärt aber auch, warum und wann gegebenenfalls bei einer Operation von der Schlüssellochchirurgie auf eine offene OP gewechselt werden muss. Der Chefarzt gilt als Spezialist, seit 25 Jahren arbeitet er mit den operativen Möglichkeiten, die die Bauchspiegelung erschließen. Er stellt dar, warum nicht zwangsläufig alles was möglich ist im Einzelfall sinnvoll sein muss. So entfällt beispielsweise bei der Schlüsselloch-Chirurgie im Wortsinn das Fingerspitzengefühl des Operateurs. Je nach Eingriff kann allerdings der Tastsinn, das direkte Spüren, eine nicht zu vernachlässigende Bedeutung haben. Professor Dr. Kallinowski berichtet bei dem Forum aus der Praxis. Patienten können solcherlei Einblicke helfen, ärztliche Empfehlungen einzuschätzen und bei der Frage „Herkömmlich oder minimalinvasiv?“ für sich besser mitentscheiden zu können.