Es sind zwar nicht die „himmlischen Kehrscharen", aber auch die Mitarbeitenden im Heppenheimer Haus der Kirche meinen: Hausputz für die Seele tut gut! Foto: bb

Es sind zwar nicht die „himmlischen Kehrscharen”, aber auch die Mitarbeitenden im Heppenheimer Haus der Kirche meinen: Hausputz für die Seele tut gut!
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Heppenheim (bb) – Die evangelische Kirche geht ungewöhnliche Wege, um über den Glauben ins Gespräch zu kommen. Mit großformatigen Bannern, Fahnen, Plakaten, einer eigens geschalteten Website, einem Brief an alle evangelischen Haushalte und vielen Tipps für das Aufräumen geht es im November ums Umkehren und Umdenken. Das Motto lautet: „Buße – Hausputz für die Seele“. Im Dekanat Bergstraße beteiligen sich 17 Kirchengemeinden an der Aktion.

Mit der neuen Impulspost möchte die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) Menschen ermutigen, einen Blick unter ihren eigenen Teppich zu wagen. Denn wer einen Hausputz mache, müsse bereit sein, den eigenen Schmutz anzusehen und beseitigen zu wollen. Damit macht die EKHN zugleich auf den Buß- und Bettag aufmerksam, der in vielen Gemeinden am 18. November gefeiert wird.

„Wir Menschen machen Fehler und kehren manchmal vor Scham, manchmal aus Bequemlichkeit einiges gerne unter den Teppich: unsere Schwächen, unsere Unsicherheiten, Verletzungen, Kränkungen und Unehrlichkeiten. Auch die Verletzungen und Schäden, die wir anderen zufügen. Den Buß- und Bettag verstehe ich als Einladung, neu zu entdecken, wie nötig und entlastend Buße und Gebet sein können“, betonte der Bergsträßer Dekan Arno Kreh.

Die Aktion ist laut EKHN auch ein Plädoyer gegen Perfektionismus und Leistungsdruck. „Wir können unsere Fehler als solche benennen, umkehren und Gnade erfahren. Perfektionismus ist unmenschlich. Vergebung ist möglich“. heißt es in dem Begleitschreiben zu der Aktion.

Internet: http://hausputz.facettnet.ekhn.de/