Heidelberg-Neuenheim (ots/Polizeipräsidium Mannheim) – Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Heidelberg und des Polizeipräsidiums Mannheim:

Am 01.01.2018 um 23:00 Uhr wollten Beamte des Polizeireviers Heidelberg-Nord die beiden Insassen eines Autos in der Ziegelhäuser Straße einer Kontrolle unterziehen. Noch während der Streifenwagen zu diesem Zweck wendete, gab der Fahrer des verdächtigen Fahrzeugs Gas und entfernte sich, verfolgt von der Polizei, mit hoher Geschwindigkeit. Zeitweise wurden 120 km / h erreicht. In der Bergstraße verlor der Fahrzeugführer die Kontrolle über den Wagen und kollidierte mit einem Baum.

Die beiden Insassen stiegen sofort aus und setzten ihre Flucht zu Fuß fort. Einer der beiden konnte in unbekannte Richtung entkommen. Der zweite konnte im Rahmen der sofort eingeleiteten Fahndung im Bereich des Neuenheimer Marktplatzes an der Ecke Ladenburger Straße / Lutherstraße angetroffen und einer Kontrolle unterzogen werden. Im Fahrzeug fand sich eine Reihe von Wertgegenständen in Form von hochwertigen Kleidungsstücken, Goldschmuck, Münzen. Diese erweckten den Verdacht, aus einem Wohnungseinbruchsdiebstahl zu stammen. Der Verdächtige, ein 39-jähriger Georgier, wurde daraufhin vorläufig festgenommen und den Beamten der Ermittlungsgruppe Eigentum überstellt.

Durch akribische und intensive Ermittlungen gelang es den Beamten noch am 02.01.2018, den Tatort des Wohnungseinbruches festzustellen. Nach bisherigem Ermittlungsstand stammen die sichergestellten Wertgegenstände teilweise aus einer Wohnung in Heidelberg-Ziegelhausen. In diese war in der Nacht des 01.01.2018 eingebrochen worden, als deren Bewohner urlaubsbedingt abwesend waren. Ob die restlichen in dem kontrollierten Fahrzeug aufgefundenen Gegenstände, welche nicht dieser Tat zugeordnet werden können, auch aus Straftaten stammen, ist ebenso Gegenstand der weiteren Ermittlungen wie die Identität des geflüchteten zweiten Tatverdächtigen.

Der Festgenommene wurde am 03.01.2017 der Ermittlungsrichterin des Amtsgerichts Heidelberg vorgeführt. Diese erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft Heidelberg einen Untersuchungshaftbefehl wegen des dringenden Verdachts des gemeinschaftlichen Wohnungseinbruchdiebstahls bei vorliegender Fluchtgefahr. Anschließend wurde der Beschuldigte in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

Die weiteren Ermittlungen werden von der Staatsanwaltschaft Heidelberg und der Ermittlungsgruppe Eigentum des Polizeipräsidiums Mannheim geführt.