TSV Amicitia – TSB Schwäbisch Gmünd 27:34 (14:15)

Foto: Michael Koch

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Viernheim (gv) – Hätte der Teminplaner für die Baden-Württemberg-Oberliga-Saison die Begegnung Viernheim – Schw. Gmünd nur zwei – drei Wochen früher angesetzt, hätten die Viernheimer eine wesentlich größere Erfolgschance gehabt die Punkte für den angestrebten Klassenerhalt in Viernheim zu behalten. Aber es hat halt nicht sein sollen.

Viernheim musste am Kerwesamstag in einer von der ersten bis zur letzten Spielminute unglaublich schnellen, mit großen Einsatz geführten emotionsgeladenen Begegnung, die zurück gewonnene Stärke der Gäste anerkennen und dem letztjährigen Tabellenvierten der BWOL einen auch in der Höhe verdienten Sieg überlassen.

In der ersten Halbzeit konnten die Viernheimer zumindest lange Zeit die zuletzt gezeigten Leistungen bestätigen, aber schon in der Anfangsphase des Spiels zeigte sich, dass sie an diesem Tag auf einen Gegner treffen, der nach der Rückkehr seiner Leistungsträger konsequent und fokussiert auf der Jagd nach Punkten ist, um die hinteren Regionen der Liga so schnell es geht zu verlassen.

Im Gegensatz zu den Gästen, die erstmals alle wichtigen Akteure zu Verfügung hatten, war dies bei Viernheim diesmal leider nicht der Fall. So musste am Samstag neben den Langzeitverletzten Wachter und Hornstein, auch kurzfristig Kevin „Tower“ Welte passen, so dass Sebastian Knierim der wegen seiner in Willstätt erlittenen Verletzung unter der Woche nicht trainieren konnte einspringen musste. Dazu kam noch, dass Viernheims Abwehrchef Philipp Bernhardt unter der Woche beruflich unterwegs war und ebenfalls nicht am Training teilnehmen konnte.

Trotz dieser Nachteile blieb Viernheim lange Zeit gegen die Schwaben auf Augenhöhe und konnte über ein 4:4 und 6:6, ab der 11. Spielminute durch Jan Willner und Sebastian Knierim mit 8:6 erstmals die Führung übernehmen, so dass die rund 300 Zuschauer noch voller Hoffnung auf einen positiven Spielausgang waren.

Doch die Gäste machten, unterstützt durch die Rückkehr ihres Spielmachers Aaron Fröhlich und Abwehrchefs Christian Waibel, weiterhin unglaublich viel Druck, so dass sie es schafften bis zur Halbzeit, trotz vorheriger ständig wechselnder Führungen, mit einem Tor Vorsprung in die Pause zu gehen.

Die zweite Spielhälfte wurde dann vor allem eine „One Man Show“ von Aron Fröhlich, der unterstützt von einem Klasse-Keeper, der mit seinen Reflexen die Viernheimer Angreifer schier zur Verzweiflung brachte und das Torhüterduell an diesem Tag eindeutig für sich entscheiden konnte, einfach nicht auszuschalten war.

Trotz mehrfacher Versuche die Kreise der Nr. 13 der Gäste durch „Manndeckung“ oder im Verbund einzuengen, konnte dieser durch seine unglaubliche Dynamik fast nach Belieben schalten wie er wollte. Wohl dem, der solch einen Klassespieler in seinen Reihen hat.

Das nächste große Hindernis, dass sich Viernheim für ein besseres Ergebnis an diesem Tag in den Weg stellte war neben der stabilen Abwehr, vor allem Gäste-Keeper Sebastian Fabian, der neben zwei gehaltenen Siebenmetern gleich mehrere von Viernheimer Seite bestens vorbereitete Großchancen mit unglaublichen Reflexen entschärfen konnte und damit die Viernheimer Niederlage in dieser Höhe erst ermöglichte.

Eine Niederlage gegen diesen wieder in Bestbesetzung angetretenen Gegner ist sicher kein Beinbruch, erhöht aber natürlich den Druck auf die Viernheimer Mannschaft, die für den Klassenerhalt wenigstens 25 Pluspunkte benötigen wird.

Auch die nächsten beiden Auswärtsspiele gegen Herrenberg und Plochingen, die sich beide ganz vorne in der Liga festgesetzt haben, fordern mehr als 100% von unserer jungen Mannschaft, um vor dem Jahreswechsel noch den ein oder anderen Punkt zu ergattern.

Aber bange machen gilt für Viernheims Spieler nicht, die auch in der Niederlage gegen Schwäbich Gmünd sicher einige wichtige Lerneffekte für die kommenden Aufgaben mitnehmen werden.

Viernheim spielte mit: Dennis Hoffmann, Patrick Koch, Philipp Bernhardt (1), Joshua Brahm, Dominik Seib, Philipp Gunst (4), Sven Walther (4), Sebastian Knierim (5), Jannik Geissler (2), Jan Willner (3), Holger Hubert (2), Marcel Koch, Marcel König (6).

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