Wolfgang Hofmann und sein Team kümmern sich um „jeden Dreck“

Wolfgang Hofmann kümmert sich im wahrsten Sinne des Wortes um „jeden Dreck“. Foto: rhg

Wolfgang Hofmann kümmert sich im wahrsten Sinne des Wortes um „jeden Dreck“.
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Heute zählt das Entsorgungsunternehmen Hofmann zu einem der modernsten Betriebe im südhessischen Raum. Foto: vn

Heute zählt das Entsorgungsunternehmen Hofmann zu einem der modernsten Betriebe im südhessischen Raum.
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Mit elf Fahrzeugen sammelt die Firma den Müll ein. Foto: vn

Mit elf Fahrzeugen sammelt die Firma den Müll ein.
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Mit Kehrmaschinen werden öffentliche Plätze gesäubert Foto: vn

Mit Kehrmaschinen werden öffentliche Plätze gesäubert
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Annahme von Elektroschrott ist nur eine von vielen Dienstleistungen. Foto: vn

Annahme von Elektroschrott ist nur eine von vielen Dienstleistungen.
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Viernheim (rhg) – Jeder kennt die Fahrzeuge und lobt die Zuverlässigkeit, viele wollten den Beruf nicht ausüben, denn hier heißt es bei Wind und Wetter an der Front sein. Gemeint ist das Unternehmen Joh. Franz Hofmann GmbH & Co.KG, vielen bekannt in der Umgangssprache als „Müll Hofmann“ in der Voltastraße in Viernheim. Ein Blick hinter die Kulissen des Betriebes macht schnell deutlich, dass nur ein straff geführter Betrieb diese vielfältigen Aufgaben übernehmen kann und die langjährigen Mitarbeiter in einem guten Betriebsklima arbeiten.

Die Gründung der Wertstoffentsorgung Hofmann reicht bis in das Jahr 1949 zurück und wird heute von Wolfgang Hofmann geführt. Zusammen mit seiner Frau, Schwester und Schwager bilden sie das Team in der Zentrale, von dort auch alles gesteuert wird.

Nur wenige alteingesessene Viernheimer können sich an die Anfangszeit des Unternehmens erinnern, als Joh. Franz Hofmann mit Traktor und Anhänger im Auftrag der Stadt durch die Straßen zog und den ersten Müll der Bürger einsammelte. Viel war es nicht, denn der heutige „Biomüll“ wanderte auf die Felder, Plastikmüll und Dosen gab es noch nicht und der Restmüll war mengenmäßig fast zu vergessen.

Rund zwei Jahre später schaffte sich das kleine Unternehmen das erste Müllfahrzeug an und Anfang der 70er Jahre wurde auch der erste Sperrmüll bei den Haushaltungen abgeholt. Mit offenem Anhänger mussten die Helfer nicht nur kräftig anpacken und die schweren Lasten auf den Hänger hinaufheben, sie mussten auch gut stapeln können, damit während der Fahrt nichts verlorenging und andere Menschen gefährdete.

Nach und nach wurden die Aufgaben vielfältiger und umfangreicher. Zunächst gab es ab Anfang der 80er Jahre die grüne Tonne und in den 90er Jahren die Bio-Tonne, der später noch der gelbe Sack folgte. Auch die Kontrollen wurden sorgfältiger und die Abfälle mussten mit der Zeit immer mehr nach strengeren Regeln entsorgt und behandelt werden.

Hierzu zählen unter anderem Farben und Lacke, Elektroschrott, Batterien und Reifen, Styropor, Kork, Altöl, Energiesparlampen Holzschutzmittel und vieles mehr.

Ein moderner Betrieb

Heute zählt das Entsorgungsunternehmen Hofmann zu einem der modernsten Betriebe im südhessischen Raum, das viele Leistungen noch kostenlos den Viernheimer Bürgern anbietet, wo in anderen Kommunen die Bürger bereits Geld bezahlen müssen. So können die Viernheimer Bürger unter anderem jeden Freitag kostenlos den Sperrmüll abgeben, an bestimmten Tagen im Jahr ihre alten Farbeimer mitsamt Inhalt abgeben oder auch Papier und Styropor anliefern. Dazu kommen die Abholungen von Sperrmüll auf Abruf, die Annahme von Elektroschrott und vieles mehr.

Trotz der vielen Angebote bleiben für das Unternehmen aber immer noch rund 4.000 Tonnen Restmüll, 3.500 Tonnen Biomüll, 1.000 Tonnen Sperrmüll und etwa 1.800 Tonnen Papier übrig, welchen die rund 20 Beschäftigten des Unternehmens täglich mit ihren elf Fahrzeugen mühsam einsammeln müssen.

Doch das Unternehmen sammelt nicht nur den Abfall der Bürger vor der Haustür ein, auch sonst sind die fleißigen Sammler ständig auf Achse. Ein ausgeklügeltes System der Firmenleitung ist dafür verantwortlich, dass im Herbst noch Laub aufgesaugt wird, die Papierkörbe in der Stadt regelmäßig geleert oder einige öffentliche Plätze gesäubert  werden. Hierfür stehen weitere drei Kehrmaschinen und für die Papierkorbleerung ein spezieller Klein-Transporter zur Verfügung. Für Spitzenzeiten wie im Sommer, wenn die Bio-Tonne dann wöchentlich geleert wird, stehen weiter Ersatz-Müllfahrzeuge zur Verfügung, die auch bei technischen Problemen anderer Fahrzeuge eingesetzt werden. „Wir haben noch insgesamt fünf Fahrzeuge als Ersatzfahrzeuge und fünf Pickups für den schnellen Transport von Müllbehältern oder zur Beseitigung von wilden Abfällen aus dem Wald oder anderswo im Einsatz. Wie viel es bedeutet diesen Dreck zur Seite zu schaffen, das wird deutlich bei einem Blick auf die jährliche Tankrechnung. Rund 80.000 Liter Diesel benötigt das Unternehmen, um allen Verpflichtungen nachzukommen.

Entsorgungsfachbetrieb

Die Auszeichnung „Unternehmen des Monats“ wird auf Initiative von Ministerpräsident Volker Bouffier im Rahmen der Ehrenamtskampagne „Gemeinsam aktiv – Bürgerengagement in Hessen“ vergeben. Zu diesen ausgezeichneten Firmen zählt auch das Unternehmen Hofmann.

Sein Engagement ist groß, wenn es um Hilfe geht bei der Dreckbeseitigung bei Festen und Konzerten, bei Innenstadtfesten und Weihnachtsmarkt oder den jährlichen Waldputzaktionen, überall ist die Firma Hofmann und seine Mannschaft zur Stelle.

Und auch sonst ist das Betriebsklima bestens, denn die Betriebszugehörigkeit der Mitarbeiter liegt derzeit bei 17 bis 32 Jahren.

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