Gerhard Strahl wurde für weit über 30 Jahre Kampfkunsterfahrung als Martial Arts Veteran ausgezeichnet. Foto: TV 1893 Viernheim

Gerhard Strahl wurde für weit über 30 Jahre Kampfkunsterfahrung als Martial Arts Veteran ausgezeichnet.
Foto: TV 1893 Viernheim

Viernheim (Rainer Kullmann) – Im Jahr 1981 begann der Abteilungsleiter der Abteilung Kampfsport des TV 1893 Viernheim, Gerhard Strahl, mit Karate. 1982 folgte Taekwondo, 2008 Hapkido und Krav Maga. Strahl ist heute Großmeister und besitzt die Coach-, Trainer- und Prüferlizenzen für Taekwondo, Hapkido und Krav Maga. Er ist ferner Führungsmitglied des International Board of Black Belts, welches weltweit die Lehr- und Prüfungsaufsicht für die Kampfsportarten innehat.

Seine konventionelle Ausbildung in den Kampfkünsten ergänzte er durch zahlreiche Spezialausbildungen, wie zum Beispiel Air Marshall, Geiselnahme im öffentlichen Personennahverkehr oder Terrorangriffen in öffentlichen Gebäuden.

Während fast vier Jahrzehnten im Kampfsport erhielt er zahlreiche Auszeichnungen wie die Ehrenverdienstmedaille oder den Diamond Sports Award. Höhepunkt seiner Sportkarriere war 2011 die Aufnahme in die International Martial Arts Hall of Fame.

Nun ist eine weitere Auszeichnung hinzugekommen: Strahl wurde für weit über 30 Jahre Kampfkunsterfahrung und damit verbunden Respekt, Disziplin, Passion, Ausdauer, Treue und Loyalität zur Kampfkunst als Martial Arts Veteran ausgezeichnet.

Auf all diesen Lorbeeren ausruhen wird sich Strahl trotzdem nicht; derzeit absolviert er die Instructor-Ausbildung in Active Shooter Survival/Defense. „In der heutigen Zeit passiert es leider allzu oft, dass irgendeine Person bewaffnet in eine Schule, in ein Büro, einen Schnellimbiss, ein Kino oder eine Fußgängerzone eindringt und um sich schießt,“ so Strahl. In den USA haben FBI und Homeland Security ein System speziell für Nichtkampfsportler entwickelt, das vermittelt, wie man richtig flüchtet, sich versteckt, sich verbarrikadiert oder, falls all das nicht möglich ist, letztendlich um sein Leben kämpft. In diesem System werden nun auch in Deutschland ausgewählte Kampfsportler zum Ausbilder ausgebildet, und Strahl gehört zu den ersten, die hieran teilnehmen.

„Die Ausbildung endet Anfang Dezember dieses Jahres, so dass ich ASD ab 2018 im Verein als zusätzliches Angebot unterrichten kann,“ so Strahl. „Dass Bedarf hieran besteht, zeigt sich darin, dass ich – außerhalb vom Verein – bereits jetzt Anfragen für 2018 für Halbtageskurse von einigen Unternehmen und Institutionen habe.“

„Sollten sich künftig weitere interessante Trainingsfelder auftun, werde ich diese natürlich wahrnehmen. Mich als Veteran auszuzeichnen und damit quasi für mein Lebenswerk zu ehren, heißt noch lange nicht, dass ich vorhabe aufzuhören oder bald zu sterben,“ so Strahl schmunzelnd.