Mannheim (zg) – Seit Dienstag, 7. 11. 2017 hängen in der Mannheimer Innenstadt eine Woche lang großformatige Plakate, die auf das Thema Artenschutz aufmerksam machen sollen. Die Mannheimer Bürgerinnen und Bürger können sich über eine Internetseite über das Thema informieren und für einzelne Projekte spenden.

Mannheim ist Lebensraum vieler, zum Teil streng geschützter Tier- und Pflanzenarten. Der Feldhamster ist ein Beispiel für den Artenschutz. In Baden-Württemberg lebt er nur noch an zwei Orten – die größte Population gibt es in Mannheim. Aufgrund des regionalen Bezugs leiht der Feldhamster der Aktion sein Gesicht und steht symbolisch für alle bedrohten Tierarten.

Ziel einer stabilen Population

„Mithilfe der Kampagne und der Spendenmöglichkeit wollen wir die Mannheimerinnen und Mannheimer für den Artenschutz sensibilisieren. Der Feldhamster lebt hier in Mannheim vor unserer Haustür. Damit das so bleibt, müssen wir uns dafür einsetzen, dass das Überleben für ihn und alle anderen vom Aussterben bedrohten Tier- und Pflanzenarten gesichert wird“, erläutert Umweltbürgermeisterin Felicitas Kubala das ambitionierte Ziel der Kampagne.

Die Feldhamster werden im Heidelberger Zoo gezüchtet und anschließend ausgewildert. 2014 und 2016 fanden mit Umweltbürgermeisterin Felicitas Kubala öffentlichkeitswirksame Auswilderungen im Bösfeld statt. Dort und im Mühlfeld wurden zudem im Mai 2017 gemeinsam mit dem Regierungspräsidium Karlsruhe vier Informationstafeln eingeweiht, die auf die dort lebenden Feldhamster aufmerksam machen.

Die Stadt Mannheim sorgt für den Schutz extrem gefährdeter Arten, indem sie beispielsweise Biotope anlegt und erhält, Straßen für Amphibienwanderungen vorübergehend sperrt und bei Baumaßnahmen prüft, ob geschützte Arten betroffen sind. Die gesetzliche Grundlage bildet das Bundesnaturschutzgesetz.

Mehr Informationen zu den Themen Artenschutz, Feldhamster und der Spendenmöglichkeit gibt es hier.