Foto: TV Viernheim / Rainer Kullmann

Foto: TV Viernheim / Rainer Kullmann

Viernheim (Rainer Kullmann) – Zum ersten Mal seit Bestehen der Abteilung Kampfsport wurde beim TV Viernheim eine Farbgürtelprüfung in der Kampfsportart Hapkido abgenommen.

In Hapkido wird ausschließlich Selbstverteidigung gelehrt, komplett ohne weitere sportliche Tätigkeiten wie Aufwärmen, Dehnen, Kondition, etc.

Für jede der zehn Farbgraduierungen müssen rund 50 verschiedene, exakt vorgegebene Selbstverteidigungstechniken gelernt werden. Diese Nichtakzeptanz von Abweichungen, welche durchaus sinnvoll und effektiv sein könnten, hält Trainer Gerhard Strahl für die eigentliche Stärke des Hapkido.

„In Taekwondo oder in Krav Maga, welches beides ebenfalls bei uns unterrichtet wird, kommt es einzig darauf an, dass die Selbstverteidigung effektiv ist. Besonders die ersten Jahre, wenn noch kein Automatismus antrainiert wurde, kann es für den Sportler schon verwirrend sein, welche der unzähligen Techniken, die er lernt, er vorliegend anwenden und vielleicht mit anderen Techniken verknüpfen sollte. In Hapkido ist das nicht so. Für jeden nur denkbaren Angriff werden zwischen 2 und 18 in der Ausführung exakt vorgeschriebene Verteidigungstechniken gelernt; Schläge, Tritte, Hebel, Würfe. Hierdurch erlernt man Abwehren schneller, als sich jedes Mal überlegen zu müssen, was denn am Angebrachtesten wäre,“ so Strahl.

Zur ersten Prüfung traten, mit Vorbereitungszeiten von teils mehreren Jahren, vier Prüflinge an. Levin Isiksal schnitt mit einem Ergebnis von 100% am Besten ab.

Insgesamt wurden folgende Graduierungen vergeben: Levin Isiksal, Jendrik Neise und Georg Neise 9. Kup (gelb), Habib Challouf 8. Kup (orange).