Minden (BTG – Minden) – Sommer, Sonne und Hitze steigern nicht nur die gute Laune, sondern auch das Auftreten von Insekten und Vögeln. Wir Menschen schützen uns vor Insektenstichen, weil wir diese als unangenehm empfinden. Ähnlich unangenehm sind „Unfälle mit Insekten“ für den Autolack. Bei schnellen Fahrten (Autobahn) ist die Aufprallgeschwindigkeit eines Insekts logischerweise sehr hoch. Die Motorhaube des Fahrzeugs ist durch Sonneneinstrahlung einerseits und Motorhitze andererseits entsprechend weich und der Lack nimmt gerne und gut Insekten auf. Je länger diese Insekten mit Hitzeeinwirkung auf dem Fahrzeug verbleiben, desto mehr werden diese Insekten förmlich „eingebrannt“. Mit verstreichendem Zeitablauf wird es immer schwieriger, diese Insekten von der Motorhaube zu entfernen.

Gleiches gilt für Vogelkot. Je länger dieser – insbesondere an heißen Sommertagen – auf dem Fahrzeug antrocknet, desto schwieriger ist er zu entfernen. Außerdem ist Vogelkot noch sehr aggressiv, da er viele Schadstoffe (z. B. Säuren) enthält, die den Lack angreifen können. In einigen Fällen kann dies dazu führen, dass bereits nach 24 Stunden Einwirkzeit der Lack irreparabel geschädigt ist und entweder aufbereitet oder partiell neu lackiert werden
muss.

Experten raten daher dringend, Insekten, vor allem aber Vogelkot schnellstmöglich von dem Fahrzeuglack zu entfernen. Professionelle gewerbliche Fahrzeugwaschanlagen helfen hier schnell, umweltgerecht und lackpflegend weiter. Als erste Notmaßnahme ist es empfehlenswert, z. B. Vogelkot einzuweichen. Ein mit Wasser getränktes Küchentuch auf dem Vogelkot ist bereits hilfreich und kann auch unmittelbar vor der Fahrt zur Waschanlage nicht schaden. Gegebenenfalls kann das Küchentuch mit Wasser und etwas Spülmittel getränkt werden. Hier ist allerdings darauf zu achten, dass mit klarem Wasser nachgespült werden sollte, da auch die haushaltsüblichen Spülmittel unterschiedliche (in der Regel basische) ph-Werte besitzen.

Dringend abgeraten wird allerdings davon, Insekten oder Vogelkot mit Fensterreinigern bzw. Glasabziehern zu behandeln. Selbst dann, wenn die Kanten mit (Schaum-)Stoff ummantelt sind, so verbergen sie im Inneren einen harten Kern (Kunststoff oder Metall). Im ungünstigsten Fall kann man damit den Lack irreparabel beschädigen. Deshalb: Auf keinen Fall den Lack mit harten Materialien traktieren! Die beste Kombination ist ein Einweichen von Insekten und/oder Vogelkot und das Aufsuchen einer Fahrzeugwaschanlage. Geschieht dies nicht, haben Insekten bzw. Vogelkot Gelegenheit, in den Lack einzutrocknen, sodass ein Abwaschennicht mehr gewährleistet ist. Möglicherweise sind bleibende Lackschäden (z. B. durch den Vogelkot oder durch in den Lack förmlich eingeschlossene Insekten) die Folge.

Quelle: Bundesverbandes Tankstellen und Gewerbliche Autowäsche Deutschland e.V. / BTG – Minden