Erster Stadtrat Jens Bolze: „KlimaKultur-Werkstatt will zu Neuem inspirieren, gemeinsam neue Wege gehen.“

Foto: sid

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Viernheim (sid) – Dezernent Jens Bolze bringt das Ziel der ClimateCulture-Lab am 4. November 2017 wie folgt auf den Punkt: „Wir möchten mit der KlimaKulturwerkstatt neue Akteure gewinnen und einbinden. Es werden Menschen zusammenkommen, die sich sonst nicht treffen würden. Das wird neue Ideen hervorbringen, auf die ich sehr gespannt bin.“ Auch Brundtlandbeauftragter Philipp Granzow freut sich auf diese Werkstatt für einen klimafreundlichen Kulturwandel: „Ich freue mich auf etwas ganz Neues. Abseits der Technik neue Ansätze zu finden, um eine Kultur des Wandels zu schaffen, ist für mich ein sehr spannender Vorgang.“ Und auch seine Mitarbeiterin Annette Rihm hofft auf viele interessierte Menschen, „die ihr eigenes Handeln im Alltag gemeinsam mit anderen überdenken und neue Handlungsmuster finden und verfestigen möchten.“

Allen Viernheimer Bürgerinnen und Bürgern, die sich für Klimaschutz bzw. nachhaltige Lebensstile interessieren, bietet die Stadtverwaltung Viernheim ein besonderes Angebot an: die KlimaKultur-Werkstatt im Rahmen des Projekts ClimateCulture-Lab am Samstag, dem 4. November 2017, von 9.00 bis 17.00 Uhr im Forum der Senioren. Und das Beste: Teilnahme und Verpflegung sind kostenlos!

Mit der Werkstatt greift die Stadtverwaltung eine Problematik auf, die die meisten Bundesbürger mit Unruhe erfüllt. „71 Prozent der Deutschen nannten bei einer Emnid-Umfrage Klimawandel als ihre größte Sorge. In den Diskussionen und Talkshows im Vorfeld der Bundestagswahl kam Klimaschutz hingegen kaum zur Sprache. In Viernheim wollen wir hierzu ein Gegengewicht setzen“, betont Erster Stadtrat Bolze. Alle interessierten Mitbürger sind hierzu herzlich eingeladen. Anmeldungen sind noch bis zum 20. Oktober möglich.

In der Einladung heißt es unter anderem: Verbringen Sie einen Tag im Sinne des Klimaschutzes jenseits von Technik und Kilowattstunden. Sie als engagierte Mitgestalter sind gesucht! Bringen Sie sich ein, tauschen Sie sich aus und erproben Sie mit Freude den KulturWandel hin zu einer klimafreundlichen Kommune. Am Samstag, 4. November 2017, wird Sie das ClimateCulture-Lab einen ganzen Tag lang dazu inspirieren, Neues auszuprobieren und sich gemeinsam auf den Weg zu begeben. Hierzu gehören Fragen wie: Welche Handlungsmöglichkeiten und Kompetenzen brauchen wir im Alltag? Wo kann man Klimaschutz ohne großen Aufwand einfach mitdenken und mitmachen? Was kann ich ab morgen selbst dazu beitragen?

Die KlimaKultur-Werkstatt im Forum der Senioren beginnt um 9.00 Uhr mit Tee und Kaffee und einer kleinen Prise Theorie: Wie sehr beeinflusst eigentlich unser tägliches Handeln das Klima? Am Beispiel zweier virtueller Viernheimer Bürgerinnen und Bürgern will man unterschiedliche Lebensstile betrachten. Was könnten die beiden ändern, um klimafreundlicher zu leben? Was kann ich selbst ändern? Und wo stehe ich eigentlich heute mit meinen Aktivitäten und mit meinem Verhalten? Sprich, welcher Kultur folge ich selbst? Welche Umstände halten mich ggf. davon ab, etwas zu ändern? Das werden Leitfragen des Vormittags sein, heißt es in einer Pressemitteilung der städtischen Presse- und Informationsstelle.

Nach dem Mittagessen wird es darum gehen, Ideen zu konkretisieren und mit anderen zu diskutieren. Am Ende des Tages sollen eine Reihe ganz konkreter Ideen und kreativer Ansätze entstanden sein. Diese brauchen nicht die großen Konzepte sein, die man lange planen und aufwendig finanzieren muss. Es sollen kleine praktische Dinge sein, die vielleicht auch schon bekannt sind, die man aber wieder vergessen hat oder die zu unbequem erschienen. Kleine Veränderungen, die man schon am nächsten Tag umsetzen kann. Impulse, die man anderen weiter geben kann, Argumente, die man noch nicht kannte. Menschen begegnen, die man noch nicht kannte oder bekannten Menschen anders begegnen, und mit Ihnen zusammen Veränderungen wagen oder anstoßen. Schon damit wäre ein kleiner Kulturwandel geschehen.

Dr. Felix Wagner, wissenschaftlicher Mitarbeiter des ClimateCulture Lab, zeigt sich optimistisch: „Trotz aller Schwierigkeiten bin ich davon überzeugt, dass die Große Transformation hin zu einer klimafreundlichen Kultur eigentlich ganz kompliziert einfach ist. Wir müssen es “nur” schaffen, immer wieder einen klaren Kopf und das Herz von Abenteurern zu bewahren und dies in unser Denken, Fühlen und Handeln fließen lassen.“

Anmeldungen bis 20. Oktober möglich

Die Teilnahme an der Veranstaltung einschließlich Verpflegung ist kostenfrei. Die Anzahl der Teilnehmenden ist jedoch begrenzt. Anmeldungen bis zum 20. Oktober sind noch möglich. „Die Anmeldung erfolgt in zwei Schritten: Nach der Registrierung auf der CCL-Plattform (www.climateculture-lab.de) können Sie sich dort direkt für die CCL-Werkstatt in Viernheim anmelden. Klicken Sie hierfür auf der Startseite auf die blaue Kachel “Kommunale Werkstätten”, Sie werden dann direkt zum Anmeldebogen weitergeleitet. Wenn Sie am Ende auf „Einträge speichern“ klicken, sind Sie verbindlich angemeldet und erhalten innerhalb weniger Tage Ihre Teilnahmebestätigung per Mail“, so Annette Rihm vom Brundtlandbüro.

Interessierte können sich auch direkt an das Brundtlandbüro Viernheim wenden: Per E-Mail: arihm@viernheim.de, telefonisch: 06204-988 222.

Die Viernheimer KlimaKultur-Werkstatt wird durch das Brundtlandbüro, die Wirtschaftsförderung und die Projektpartner des ClimateCulture-Lab (Pestel Institut, Klima-Bündnis und Solarinstitut Jülich FH Aachen)vorbereitet und gemeinsam durchgeführt.

Insgesamt werden in Deutschland 16 solcher Werkstätten durchgeführt und mit Bundesmitteln gefördert. Nach Karlsruhe und Augsburg ist die dritte Werkstatt in Viernheim.

Näheres: www.brundtland.viernheim.de/Aktuelles