Foto: © Ulrich Albert

Foto: © Ulrich Albert

Viernheim (vn) – Unter dem Motto „Vergangenheit – Kohle und Stahl“ hatte der Fotoclub Viernheim e. V. eine Ausstellung organisiert, deren Motive während einer Exkursion zum UNESCO-Welterbe „Zeche Zollverein“ in Essen entstanden sind.

Die Fotografen wollten mit den dabei entstandenen Bildern, die um einige Aufnahmen aus der Saarländischen Hüttenvergangenheit in Völklingen, ebenfalls Weltkulturerbe, und dem Landschaftspark Nord in Duisburg, ergänzt wurden, einen kleinen Einblick in eine Industriekultur eröffnen, die außerhalb des „Kohlenpott“ weitgehend unbekannt ist und die auch beinahe schon untergegangen ist. Das letzte der drei heute noch aktiven Bergwerke im Ruhrgebiet wird Ende 2018 geschlossen.

Die Bilder dokumentieren auf eindrucksvolle Weise den Stand der Technik vor mehreren Jahrzehnten und gleichzeitig den Zerfall eines Industriezweigs. Licht und Schatten in starken Kontrasten, scharfe, stählerne Konturen. Gleichzeitig gespenstische Atmosphäre, gekennzeichnet vom Untergang. Nur selten sind Menschen zu sehen, dann als dunkle Schemen. Relikte menschlicher Präsenz in Form eines verlassenen Rollstuhls und einer Sackkarre, mit einem Schloss gegen das Wegfahren gesichert. Die Trostlosigkeit wird bei vielen Bildern dadurch verschärft, dass die Abzüge in Schwarz-Weiß gehalten sind – wo keine Farbe im Motiv ist, ist sie nur mit technischen Tricks zu erzeugen.

Zu sehen waren sind Aufnahmen von Ulrich Albert, Sascha Beisel, Gero Eggers, Karl Hackenschmidt, Cordula Hilgert, Annette Müller, Marzell Müller und Helmut Vogel.

Hier die Bilder die in der Ausstellung zu sehen waren und einige weitere Bilder.

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