Viernheim (bg) – Der Vorstand der Baugenossenschaft freut sich über eine Förderzusage des Landes Hessen zur Schaffung von bis zu 50 öffentlich geförderten Sozialwohnungen in Viernheim.

Nach der Bekanntgabe eines neuen und finanziell eng begrenzten Förderprogrammes des Landes Hessen im Mai vergangenen Jahres zögerte der Vorstand der Baugenossenschaft nicht lange, schuf die internen Voraussetzungen zur Antragstellung und nahm den Kontakt zur Stadtverwaltung Viernheim auf. Nach Beratungen stimmten sowohl die Stadtverwaltung als auch die Stadtverordnetenversammlung der Antragstellung zur Schaffung öffentlich geförderter Wohnungen zu.

Mit der nun erteilten Förderzusage ist es der Baugenossenschaft möglich, im Jahr 2018 voraussichtlich bis zu 50 Wohnungen in öffentlich geförderte Wohnungen mit vergünstigten Kaltmieten umzuwandeln. Die über das gesamte Stadtgebiet verteilten Wohnungen werden dann an berechtigte Mieter zum Kaltmietpreis von 5,00 € / qm Wohnfläche vermietet. Die Förderdauer beläuft sich auf insgesamt zehn Jahre und garantiert diesen Mietern während der Laufzeit diese günstige Miete. Überrascht war der Vorstand über die Höhe der zugesagten Fördermittel, wurden doch rund 15% der für das gesamte Bundesland zur Verfügung gestellten Mittel an Viernheim vergeben.

Diese geförderten Wohnungen stehen nur Mietern innerhalb bestimmter Einkommensgrenzen zur Verfügung. Hierbei kommt es nicht auf die Einkommensart, sondern ausschließlich auf die Höhe an. D. h. Wohnberechtigungsscheine können z. B. auch von Arbeitern- und Angestellten mit kleinen- / mittleren Einkommen oder auch Rentnern innerhalb der Einkommensgrenzen beantragt werden.

Mietinteressenten müssen zuvor beim zuständigen Amt für Soziales einen Wohnberechtigungsschein und die Aufnahme auf die städtische Vorschlagsliste für die Belegung öffentlich geförderter Wohnungen beantragen. Erst wenn der Wohnberechtigungsschein erteilt ist und der Mietinteressent von der Stadt Viernheim zur Anmietung vorgeschlagen wird können dann die weiteren Schritte bei der

Baugenossenschaft angegangen werden. Der Vorstand bittet um Verständnis, dass direkte Wohnungsbewerbungen bei der Baugenossenschaft für diese öffentlich geförderten Wohnungen nicht bearbeitet werden können und zunächst die Antragstellungen bei der Stadtverwaltung erfolgen müssen.

Neben dem Land Hessen beteiligt sich auch die Stadt Viernheim an dem Förderprogramm. Auf diesem Wege erwirbt die Stadt das sogenannte Belegungsrecht an den Wohnungen, womit wohnberechtigte Mieter vom zuständigen Amt als künftige Mieter vorgeschlagen werden können.

Für den Förderanteil der Stadt Viernheim können Einnahmen aus der Fehlbelegungsabgabe verwendet werden. Die Einnahmen dieser Ausgleichsabgabe können auf diesem Wege in Viernheim zielgerichtet eingesetzt werden.