Aufführungen im Pfarrgarten von St. Aposteln faszinieren die Besucher

Zum ersten Mal in der Geschichte der Apostelschar hat sich die Spielschar an eine Oper gewagt. Foto: vn

Zum ersten Mal in der Geschichte der Apostelschar hat sich die Spielschar an eine Oper gewagt.
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Eine großartige schauspielerische Leistung tolle Mimik der Akteure, ein fantastisches Bühnenbild und eine musikalische Gesamtleistung, die unter der Leitung von Günther Stegmüller nicht besser hätte sein können, erlebten die Besucher im Pfarrgarten. Foto: vn

Eine großartige schauspielerische Leistung tolle Mimik der Akteure, ein fantastisches Bühnenbild und eine musikalische Gesamtleistung, die unter der Leitung von Günther Stegmüller nicht besser hätte sein können, erlebten die Besucher im Pfarrgarten.
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Musikalisch umrahmt und begleitet wurden die Darbietungen von den Starkenburg Philharmonikern unter der Leitung von Günter Stegmüller. Foto: rhg

Musikalisch umrahmt und begleitet wurden die Darbietungen von den Starkenburg Philharmonikern unter der Leitung von Günter Stegmüller.
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Trotz des durchwachsenen Wetter war der Pfarrgarten bestens gefüllt.  Foto: vn

Trotz des durchwachsenen Wetter war der Pfarrgarten bestens gefüllt.
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Viernheim (rhg) – Zum ersten Mal in der Geschichte der Apostelschar und den traditionellen Aufführungen an Pfingsten hat sich die Spielschar am Wochenende (14./15./16.5.2016) an eine Oper gewagt – und das mit großem Erfolg. Auch wenn das Wetter die Stimmung trübte, die Spielschar gab ihr Bestes und das Publikum dankte es mit sehr viel Beifall. Auch die Musiker hatten ihre Mühen mit den Holzinstrumenten der Kälte zu trotzen. Ein großes Lob auch an die Musiker, die dieses Problem ebenfalls zauberhaft meisterten.

Zum ersten Mal wagte sich die  Apostelspielschar an eine Oper, waren es früher doch eher die leichten musikalischen Werke wie zum Beispiel Operetten. Diesmal hatten sie sich an die berühmte und auch heute noch vielgespielte Oper „Die Zauberflöte“ von Wolfgang Amadeus Mozart gewagt. Ein Wagnis, das das Publikum überzeugte und begeisterte und den Akteuren vor und hinter der Bühne riesige Freude bereitete.

Die wichtigste Person in Mozarts Oper „Die Zauberflöte“ ist der furchtlose junge Prinz Tamino. Er wird von der „Königin der Nacht“ damit beauftragt, ihre Tochter Pamina aus dem Schloss von Sarastro zu befreien. Sarastro ist ein Feind der Königin der Nacht.

Gemeinsam mit dem Vogelfänger Papageno macht sich Tamino auf den Weg. Sie bekommen beide eine „Waffe“, die ihnen diesen besonderen Auftrag erleichtern soll. Tamino erhält eine Flöte mit magischen Kräften, Papageno ein verzaubertes Glockenspiel.

Bei Sarastro angekommen, müssen die beiden aber erkennen, dass die Dinge nicht so sind, wie sie scheinen. Nicht der Fürst, sondern die Königin der Nacht selbst hat mit Pamina Böses vor. Tamino erfährt außerdem, dass er und Pamina füreinander bestimmt sind.

Nun beginnt ein Kampf, bei dem sich die beiden erst als Helden und dann gegen die böse Königin beweisen müssen. Am Ende werden nicht nur Tamino und Pamina, sondern auch Papageno und die Frau, die für ihn bestimmt ist, vereint – Papagena.

Was so kurz geschildert ist, das dauert in der Opernaufführung im Theater zwischen zweieinhalb und drei Stunden mit einer Pause. Geschickt verstand es Birgit Käser, die auch in diesem Jahr die Regie und Gesamtleitung übernahm, die Akteure richtig einzusetzen und die vielen Gesangsstücke in Textpassagen zu verkleiden, ohne dabei die bekannten „Gassenhauer“ der Oper zu vergessen. Eine absolut gelungene Aufführung, die durch die Darsteller, Kostüme, Licht- und Toneffekte, vor allem aber durch die Mimik der Akteure, zu einem weiteren Höhepunkt in der Geschichte der Apostelspielschar führt.

So grandios die Kostüme und das Bühnenbild war, die Sängerinnen und Sänger auf der Bühne spielten, so grandios zeigten sich ebenso die Musiker der Starkenburg Philharmoniker unter der Leitung von Günther Stegmüller. Trotz der kalten Temperaturen verstanden sie es die Streichinstrumente zu spielen, ohne dass das Publikum die Schwierigkeiten anlässlich der Temperaturen merkten, den Sängern auf der Bühne den richtigen Zeitpunkt ihres Einsatzes zu vermitteln und das Publikum mit ihren Weisen zu verzaubern.

„Die Zauberflöte“ am Pfingstwochenende im Pfarrgarten von St. Apostel war nicht nur eine Oper, ein Instrument zum Besiegen des Bösen, sondern auch eine Zauberflöte zum verzaubern des Publikums.

Doch eine solche große Leistung ist nicht nur von den Akteuren abhängig, auch von zahlreichen Helfern hinter der Bühne und einigen Sponsoren. Ihnen allen dankte der Erste Vorsitzende der Apostelspielschar, Jürgen Gutperle, von ganzem Herzen und versprach auch im nächsten Jahr wieder eine Aufführung und ein neues Stück.

Schon jetzt wurde bekannt, dass der Termin für die Aufführungen 2017 bereits zwei Wochen vor dem Pfingstfest stattfindet, da der Singkreis zu Pfingsten eine Einladung nach Amerika hat und deshalb die Aufführungen vorverlegt werden müssen. Deshalb schon jetzt vormerken: Die Aufführungen 2017 finden am 19./20./21. Mai statt!

Besetzung – Die Zauberflöte 2016

Simon Fetzer (Tamino), Elisabeth Renner (Pamina), Markus Busalt (Papageno), Rebecca Käser (Papagena), Martin Ringhof (Sarastro), Eva Maria Renner (Königin der Nacht), Maren Mai (Monostatos, ein Mohr), Edith Kempf (Erste Dame), Veronika Käser (Zweite Dame), Gerlinde Schmitt-Helfferich (Dritte Dame), Lena Thoms und Eva Gutperle (Erster Knabe), Johanna  Minich (Zweiter Knabe), Lena Minich (Dritter Knabe), Richard Werle (Sprecher), Engelbert Renner (Erster Priester), Matthias Fieseler (Zweiter Priester), Clemens Knapp (Dritter Priester), Sigrid Haas, Stephanie Käser, Sylvia Thoms (Sklaven), Lotte Minich, Andrea Werle, Hannah Lenz,  Julia Ulffers, Karl Ott, Monika Martin (Chor).

Mitwirkende

Maria Gröpl (Souffleuse /Göttin der Sonne), Andrea Werle, Birgit Käser (Kostüme), Elke Roschauer (Garderobiere), Gisela Gutperle, Dagmar Knapp und Katharina Haas (Maske + Frisuren), Michael Haas (Organisation und Bühne), Beate Sykora, Michael Haas, Katharina Haas (Bühnenbild), Licht + Ton-Verleih Ost (Beleuchtung), Adler Veranstaltungstechnik (Beschallung) KJG St. Aposteln (Bestuhlung, Zelte, „Büttenschieber“) und Birgit Käser (Regie und Gesamtleitung).

Bitte beachten Sie auch die Bildimpressionen der Besucher.

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