Landrat Matthias Wilkes,  Abteilungsleiter Friedrich Mischke, Hangawa Kawa, Hessisches Sozialministerium, Herr Gjoni, Bundesamt für Migration (v.r.n.l.). Foto: vn

Landrat Matthias Wilkes, Abteilungsleiter Friedrich Mischke, Hangawa Kawa, Hessisches Sozialministerium, Herr Gjoni, Bundesamt für Migration (v.r.n.l.).
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Kreis Bergstraße (kb.) – Zahlreiche Vertreter von Ausländerbehörden aus ganz Hessen, die im hessischen Netzwerk „Ausländerbehörden – Willkommensbehörden“ mitarbeiten, sowie Vertreter aus dem Hessischen Sozial- und Innenministerium sowie Regierungspräsidium Darmstadt, trafen sich zu einem Workshop im Heppenheimer Landratsamt.

Im Rahmen des Bundesprojekts „Ausländerbehörden – Willkommensbehörden“, das seit Oktober 2013 läuft, wird nun ein umfassender Ansatz mit Musterprozessen und Instrumenten, die alle Ausländerbehörden im Alltag unterstützen sollen, erarbeitet. Schon kurz nach Beginn des BMAF-Projektes hat sich ein Netzwerk interessierter Ausländerbehörden in Hessen konstituiert, darunter auch die Ausländerbehörde des Kreises Bergstraße, das von den Erkenntnissen des Gesamtprojekts profitiert und eigene Ansätze und Ideen diskutiert.

Im Rahmen des Projekts verbessert der Kreis Bergstraße seine Serviceorientierung in der Ausländerbehörde. Ziel ist es, Zuwanderern zunehmend als Willkommenseinrichtung gegenüber zu treten und als Eingliederungsagentur zu wirken.

Landrat Matthias Wilkes betonte in seiner Begrüßungsansprache, dass es sich lohne, die Ideen aus diesem  Bundesprojekt aufzunehmen und im Rahmen der vernetzten Zusammenarbeit die Umsetzung der Vorschläge in die Realität  zu prüfen. Die Schlagworte Service und Weltoffenheit statt Diskriminierung und verstaubte Bürokratie stehen im Mittelpunkt des Projekts. Im Kreis Bergstraße sei man bisher auch  nicht untätig gewesen. Er erinnerte an die Schaffung eines  eigenen Ausländer- und Migrationsamtes  im Jahre 2005 und dessen Herauslösung aus dem damaligen Ordnungsamt, um  schon damals den integrationspolitischen Gesichtspunkten mehr Beachtung zu schenken. Das  bisher durchgeführte eigene Projekt „Integration braucht Partnerschaft“ und das vom Land Hessen angeregte Programm „WIR“ (Wegweisende Integrationsansätze realisieren) sei auf fruchtbaren Boden gefallen.

„Das Netzwerk ist auf einem guten Weg, den Erfahrungsaustausch hessischer Ausländerbehörden auf dem Weg zu „Willkommensbehörden“ zu fördern und die Umsetzung zu beschleunigen. Da sich auch die Metropolregion Rhein-Neckar diesem Thema annimmt und ein Positionspapier aller Landräte und Oberbürgermeister zu  übergreifenden Sachthemen in dieser Region vorliegt, bin ich guter Dinge, dass sich die Ausländerbehörden als „Fenster zur Welt“  zu  Willkommensbehörden entwickeln werden“, so Landrat Matthias Wilkes abschließend.