Mannheim (stadt) – Bereits zum elften Mal hat die Stadt Mannheim ihre Bürgerinnen und Bürger unter dem Motto „Putz Deine Stadt raus“ zum gemeinsamen Frühjahrsputz aufgerufen. An der diesjährigen Mannheimer Reinigungswoche vom 15. bis 22. März beteiligten sich rund 8.000 Bürger und Bürgerinnen. Die Gesamtteilnehmerzahl ist damit im Vergleich zum Vorjahr zwar gesunken, die Anzahl der gemeldeten Gruppen ist jedoch leicht gestiegen. Auch die gesammelte Abfallmenge konnte um eine knappe Tonne gesteigert werden.
193 Gruppen sammelten Abfälle auf Plätzen und Grünflächen ihrer Stadtteile. So kamen gut 1.700 gefüllte Abfallsäcke mit rund 17,5 Tonnen Müll zusammen. Für diesen Einsatz bedankten sich Erster Bürgermeister Christian Specht und Umweltbürgermeisterin Felicitas Kubala bei der Abschlussveranstaltung am 29. März auf den Kapuzinerplanken.
„Sie haben Mannheim ein Stück sauberer und damit auch lebenswerter gemacht“, dankte Specht den Teilnehmern. „Denn je sauberer eine Stadt ist, desto wohler und sicherer fühlen sich die Menschen, die hier wohnen, arbeiten oder zu Besuch sind.“ Die Leistung jedes Einzelnen, der durch sein Engagement dazu beigetragen hat, das Bewusstsein für Sauberkeit zu stärken und Mannheim noch attraktiver für Einwohner und Besucher zu machen, honorierte Bürgermeisterin Kubala. Wichtigstes Ziel der Reinigungswoche sei es, ein Bewusstsein für die Vermeidung von Abfall zu schaffen. „Viele Dinge, die nur sehr kurz genutzt und dann weggeworfen werden, wie zum Beispiel Plastiktüten oder Einweg-Becher beim Kaffee „To Go“, lassen sich leicht durch ökologischere Alternativen ersetzen. So wird nicht nur Abfall vermieden, sondern auch Energie gespart und es werden natürliche Ressourcen geschont. Das ist gut für die Umwelt und für ein gepflegtes Stadtbild.“
Kubala freute sich besonders über die große Anzahl der teilnehmenden Kinder und Jugendlichen. „Die zuletzt zurückgegangene Zahl der mitwirkenden Schulen und Kindergärten ist in diesem Jahr wieder leicht gestiegen. Wir müssen weiter daran arbeiten, dass dieser Trend sich fortsetzt – denn Kinder sollten so früh wie möglich lernen: der beste Abfall ist der, der gar nicht erst entsteht.“ Specht schloss sich dem an und ap-pellierte noch einmal an alle Bürgerinnen und Bürger, die Reinigungswoche nicht als einmalige Aktion verpuffen zu lassen: „Wir wollen dafür sensibilisieren, sich das ganze Jahr an die Regeln zu halten und regelmäßig vor der eigenen Haustür zu kehren.“
Unter allen teilnehmenden Gruppen wurden in den Kategorien Kindertagesstätten, Schulen, Jugendhäuser, Vereine und Stadtteile jeweils attraktive Geldpreisen verlost. Der erste Gewinner einer Kategorie bekommt 300 Euro, der zweite 200 Euro und der dritte 100 Euro; bei den Jugendhäusern wird ein Sonderpreis ausgelobt.Den ersten Preis bei den 36 teilnehmenden Schulen gewann die Hans-Zulliger-Schule, den zweiten die Humboldt-Werkrealschule, Dritter wurde die Käthe-Kollwitz-Schule.
Bei den 27 Kindertagesstätten siegte die Kindertagesstätte Abendröte in Käfertal vor dem Kinderhaus Kleine Riedstraße und dem Kinderhaus Friedrich Ebert.
84 Vereine mobilisierten in diesem Jahr ihre Mitglieder. Die „Elterninitiative 48er Platz Neckarau“ belegte in dieser Kategorie den ersten Platz, gefolgt von „ElternAktiv“ in Sandhofen und dem „Verein der Gartenfreunde e.V. Käfertal“.
Bei den Stadtteilen kann Schönau über den ersten Preis jubeln, Luzenberg ist zweiter Sieger und Almenhof belegt den dritten Platz.Auch das Jugendhaus Herzogenried darf sich freuen. Das Engagement der Jugendlichen zahlt sich mit dem Sonderpreis über 300 Euro aus. Wer diesmal kein Losglück hatte, hatte trotzdem einen Anlass zu feiern, denn Gewinner der Putzwoche sind alle, die von mehr Sauberkeit in Mannheim profitieren. Bei der Abschluss-veranstaltung sorgte die Jugend-Percussion Group „Gorilla-Groove“ des Trommelpalastes für gute Stimmung. Die Putzerinnen und Putzer bekamen ein Gratis-Getränk und einen Essensbon und konnten mit ein bisschen Glück doch noch eines der begehrten 100 Putzpakete mit nach Hause nehmen, die mit Sonderpreisen der Sponsoren gefüllt sind.