Lohnt sich die Sanierung des Altbaus noch, um die hohen Heizkosten zu senken – oder ist ein Neubau besser? Viele Eigenheimbesitzer stehen vor dieser Frage. Foto: djd/Qualitätsgedämmt e. V.

Lohnt sich die Sanierung des Altbaus noch, um die hohen Heizkosten zu senken – oder ist ein Neubau besser? Viele Eigenheimbesitzer stehen vor dieser Frage.
Foto: djd/Qualitätsgedämmt e. V.

(djd). Häuser sind viel mehr als nur ein Dach über dem Kopf – mit ihnen verbinden sich unzählige Geschichten und Erinnerungen. Wo man selbst aufgewachsen ist, will man vielleicht heute die eigenen Kinder großziehen. Oder es gilt, ein geerbtes Haus zu vermieten. Doch mit Blick auf hohe Heizkosten stellen sich viele die Frage: Tut es das alte Haus noch oder wird es Zeit für einen Abriss? Ob ein Neubau die vernünftigere und vor allem wirtschaftlichere Alternative ist, hängt immer vom Einzelfall ab.

Gebäudecheck durch den Profi

Erst nach einer umfassenden Analyse der Immobilie und abhängig von den persönlichen Finanzen lässt sich die richtige Entscheidung treffen. Für einen Neubau spricht, dass sich – zu einem gewissen Preis – fast alle individuellen Wünsche erfüllen lassen, von der energiesparenden Gebäudehülle samt moderner Heiztechnik bis zur Raumaufteilung nach Wunsch. Andererseits sprechen viele gute Gründe dagegen, ein Haus der Abrissbirne zu überlassen.

In diesem Fall heißt die Alternative „energetische Sanierung“ – ein Weg, der meist kostengünstiger ist als ein Neubau. Bevor man sich entscheidet, sollte daher stets ein professioneller Energieberater die Immobilie unter die Lupe nehmen. Anhand einer gründlichen Bestandsaufnahme ermittelt er, wo und wie die meiste Energie verloren geht. So ergibt sich ein konkreter Sanierungsfahrplan mit den entsprechenden Maßnahmen – von der Dämmung an Fassade und Dach über neue Fenster bis zur neuen Gebäudetechnik. Unabhängige Energieberater in der Nähe sowie alles Wissenswerte rund ums Dämmen gibt es unter www.dämmen-lohnt-sich.de.

Sanieren lohnt sich oft

Eine umfassende Sanierung senkt nicht nur drastisch die Heizkosten, sondern sorgt darüber hinaus für ein viel angenehmeres, weil ausgeglichenes und gesünderes Wohnklima: warm im Winter, kühl im Sommer. Dazu steigt ein saniertes Haus deutlich im Wert. Es lässt sich gegebenenfalls nun viel besser vermieten oder verkaufen. Und der Staat hilft – mit hohen Zuschüssen und äußerst günstigen Krediten. Auch dabei hilft der Energieberater, etwa bei der erforderlichen energetischen Analyse im Vorfeld oder beim Erstellen des Förderantrags.

Familie Pham aus der Nähe von Hannover hat sich bewusst für die Altbausanierung entschieden. Ihr Fazit nach der knapp einjährigen Modernisierung fällt positiv aus: „Wir haben sehr viel Bauzeit hinter uns, aber davon bereuen wir nichts. Man fühlt sich richtig wohl, wenn man hier nach der Arbeit nach Hause kommt“, so Marie-Luise Pham. Die Ruhe in der Nachbarschaft, die vertraute Umgebung und das neue Wohlbefinden in den eigenen vier Wänden: Für Familie Pham hat sich die energetische Sanierung gelohnt.

Eine Investition für den Umweltschutz

(djd). Drei Viertel der Wohngebäude in Deutschland wurden noch vor der ersten Wärmeschutzverordnung von 1977 errichtet. Diese Gebäude sind häufig gar nicht oder nur unzureichend energieeffizient – entsprechend hoch sind der Energieverbrauch und der Kohlendioxid-Ausstoß. Das muss allerdings kein Grund sein, unbedingt auf einen Neubau zu setzen: Viele ältere Häuser bieten großes Potenzial für Sanierungsmaßnahmen, die deutlich weniger Ressourcen erfordern als ein Neubau. Wärmebrücken können reduziert werden, Luftdichtheit verbessert und Fenster sowie die Gebäudehülle auf moderne Standards gehoben werden. Tipps und viele Erfahrungsberichte dazu gibt es unter www.dämmen-lohnt-sich.de.