Filme über das Älterwerden: „Ein Mann namens Ove“ und „Das Lied des Lebens“

Foto: Stadt Viernheim

Foto: Stadt Viernheim

Viernheim (Stadt Viernheim) – Die Stadt Viernheim – zusammen mit der Pfarrei St. Hildegard/St. Michael – ist auch beim 8. Europäischen Filmfestival der Generationen vom 11. bis 20. Oktober 2017 mit von der Partie. Gleich zwei Filme werden in Viernheim gezeigt: „Ein Mann namens Ove“ am Dienstag, 17. Oktober 2017, um 18.30 Uhr in der Kulturscheune und „Das Lied des Lebens“ am Mittwoch, 18. Oktober 2017, um 15.00 Uhr in der Seniorenbegegungsstätte. Der Eintritt ist generell frei. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger, insbesondere die älteren Generationen, sind heute schon herzlich hierzu eingeladen, heißt es in einer Pressemitteilung der städtischen Presse- und Informationsstelle.

Am Ende der Filmvorführung ist eine Diskussionsrunde vorgesehen: Experten diskutieren mit dem Publikum. Bürgermeister Matthias Baaß, Seniorenberater Eberhard Schmitt-Helfferich, Waltraud Bugert (Pfarrgruppe St. Hildegard/St. Michael) sowie Vertreterinnen und Vertreter der Kooperationspartner (Wohnen 60plus in Viernheim e.V., Demenznetz Viernheim und Arbeitskreis Altenhilfe Viernheim) freuen sich insbesondere darüber, dass es gelungen ist, lokale Akteure für die anschließende Gesprächsrunde gefunden zu haben. Gemeinsam informierten sie am Donnerstag, 5. Oktober 2017 im Rahmen eines Pressegespräches auf dem Apostelplatz über dieses bemerkenswerte Filmfestival.

Ziel der Diskussion ist es die jeweiligen Filmbotschaften zu den Themen Alter, altern, demografischer Wandel und Dialog der Generationen zu vertiefen und auf die lokalen Angebote zum Thema hinzuweisen. „Im Idealfall können aus den jeweiligen Gesprächen sogar Initiativen und Projekte entstehen“, betont Baaß.

Informationen zu den beiden Filmen in Viernheim

„Ein Mann namens Ove“

Hilfesuchende Nachbarin trifft auf einsamen Griesgram; Regie Hannes Holm, Film aus Schweden mit Rolf Lassgård, Bahar Pars, Filip Berg und Ida Engvoll; Dauer 116 Minuten. Vorführung in der Kulturscheune.

Der grantige Witwer Ove ist der Schrecken der Nachbarschaft: Auf seinen morgendlichen Kontrollgängen inspiziert er pedantisch seine Siedlung und beanstandet barsch jegliches Fehlverhalten seiner Umgebung. Doch hinter dem misanthropischen Verhalten verbirgt sich eine verletzliche, einsame Seele. Denn er kann den Verlust seiner geliebten Frau nicht überwinden und sehnt sich zu sterben. Doch all seine Suizidversuche scheitern – denn in der Nachbarschaft zieht eine ausländische, schwangere Frau mit ihrer Familie ein, die beharrlich seine Hilfsbereitschaft einfordert. Zögerlich öffnet er sich, doch nach und nach beginnt er, sich auch für die Belange der ganzen Nachbarschaft einzusetzen.

Eine schwarzhumorige Tragikomödie mit skurrilen Momenten über Einsamkeit im Alter und nachbarschaftliche Hilfsbereitschaft.

„Das Lied des Lebens“

Musikalische Biografiearbeit mit älteren Menschen; Regie Irene Langemann, Dokumentarfilm; Film aus Deutschland mit Bernhard König, Willi Günther, Sigrid Thost und Magdalena Reisinger; Dauer 90 Minuten. Vorführung in der Seniorenbegegnungsstätte.

Der Film begleitet den Komponisten Bernhard König zehn Monate bei seiner musikalischen Arbeit mit älteren Menschen: Er lässt sich von Heimbewohnern in einem Stuttgarter Seniorenheim Geschichten aus deren Leben erzählen und gestaltet daraus ihr persönliches “Lied des Lebens”. In Köln leitet er einen Experimentalchor, in dem die Mitglieder mindestens 70 Jahre alt sind – denn ihn faszinieren die biografisch gefärbten Ausdrucksweisen “faltiger Stimmen”. Zusammen mit Berufsmusikern gelingen ihm faszinierend schöne Vertonungen, die am Ende des Films in einem bewegenden Konzert münden.

Mit seiner innovativen Art, einen musikalischen Dialog mit dieser älteren Generationen zu führen, öffnet er kreative Freiräume für Träume und um Umgang mit Traumata.

Bürgermeister Baaß  dankt insbesondere den Veranstaltern von der Pfarrgruppe St Hildegard / St. Michael und der Seniorenberatung der Stadt Viernheim sowie den Kooperationspartnern für das große Engagement bei der Organisation der beiden Filmvorführungen. “Ich wünsche mir, dass möglichst viele Bürgerinnen und Bürger dieses tolle Angebot nutzen.“ Nicht vergessen: Der Eintritt ist frei!

Das Europäische Filmfestival in der Metropolregion Rhein-Neckar

Das Europäische Filmfestival der Generationen gastiert auch in diesem Jahr in der Metropolregion Rhein-Neckar: vom 11. bis 20. Oktober 2017. Mittlerweile ist dieses Filmfestival schon zur Tradition geworden – sowohl in der Rhein-Neckar Region als auch im Frankfurter Raum. Und dieses Jahr kommen noch viele neue Städte dazu in denen auch die spannenden, generationenumfassenden Filme gezeigt und diskutiert werden. Über 65 Veranstalter mit Kooperationspartnern ziehen an einem Strang!

Nährere Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen findet man unter www.festival-generationen.de oder im Programmheft, das unter anderem im Rathaus und in der Seniorenbegegnungsstätte (SBS) ausliegt und kostenlos abgegeben wird.

Der Eröffnungsfilm „Leanders letzte Reise“ wird am 10. Oktober im Mannheimer CinemaxX-Kino gezeigt. Diskutanten werden unter anderem Prof. Dr. Lehr, Bundesministerin a.D., und Regisseur Nick Baker Monteys sein. Der Vorverkauf für diese Veranstaltung beginnt ab 1. September unter www.cinemaxx-mannheim.de oder unter 01805-625466.

Das Europäische Filmfestival der Generationen ist mittlerweile eine sehr anerkannte bundesweite Veranstaltungsreihe. Örtliche Veranstalter können teilnehmen, auch wenn es in der jeweiligen Kommune kein Kino gibt. Bundesweiter Veranstalter ist das Kompetenzzentrum Alter der Universität Heidelberg. Festivalleiter ist der anerkannte Gerontologe Dr. Michael Doh. Die Verantwortung der regionalen Koordinierung liegt in den bewährten Händen des vom Verband Region Rhein-Neckar getragenen Netzwerks Regionalstrategie Demografischer Wandel.